Probe zeigte: Krems ist für ein Blackout gut gerüstet

Erstellt am 04. Juli 2022 | 10:33
Lesezeit: 3 Min
New Image
Bezirksrettungskommandant Bernhard Wenninger, Brigadekommandant-Stv. Franz Langthaler, Vizebürgermeisterin Eva Hollerer, die Bereichsleiter Hannes Zimmermann, Roland Dewisch und Klaus Hollensteiner, Wirtschaftshof-Betriebsleiter Jürgen Stundner sowie Amtsleiter Herbert Varga bei der Besichtigung der Wasserwerke (von links).
Foto: Stadt Krems
Der Krisenstab übte den Ernstfall: Was muss passieren, wenn ein Blackout die Bürgerinnen und Bürger überrascht? An diese gibt es auch den Appell für Eigeninitiative.

Der Krisenstab der Stadt Krems, in Zusammenarbeit mit Stadtspitze, Magistratsmitarbeitern, Feuerwehr, Bundesheer, Polizei, Rotem Kreuz und Zivilschutzverband, entwickelt Strategien. 

Ziel: Aus Übungen lernen!

Nach jeder Übung werden neue Maßnahmen zur Verbesserung festgelegt und so rasch wie möglich umgesetzt. Krisen müssen bewältigt werden. Mit Profis und Experten je nach Sachgebiet werden Notfälle geübt. Wie ist die Kommunikation im Ernstfall ohne Strom sichergestellt? Wie erreichen wir die Menschen in der Stadt? Wo finden die Bewohner Erstanlaufstellen für Informationen?

Krisenstab agiert professionell

All diese Fragen sind Themen im Krisenstab. Wie wichtig es ist, für den Ernstfall vorbereitet zu sein, zeigen Übungen des Krisenstabs, wo Katastrophenszenarien trainiert werden. Jeder einzelne Schritt und jede Handlung muss im Ernstfall richtig gesetzt und geleitet werden. Zu einer besseren Bewältigung bei unerwarteten Katastrophen trägt professionelles Agieren in Zusammenarbeit mit den Bürgern bei. 

Infoveranstaltungen kamen gut an

Im letzten Jahr wurden in allen Stadtteilen Blackout-Infoveranstaltungen für Interessierte durchgeführt. Für einen großflächigen Stromausfall kann jeder für sich entscheidend vorsorgen und richtig handeln – sei es mit Essensvorräten, Gaskocher oder Kurbelradio oder auch Nachbarschaftshilfsbereitschaft. Simple Tipps wie nur im Notfall mit dem Auto zu fahren und Wasser zu sparen, sind einfach zu beherzigen. 

Wasserversorgung ist gesichert

Die Stadt hat in den letzten zwei Jahren Vorsorge getroffen. Die Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ist zu 90 Prozent durch Energie aus Notstromaggregaten gewährleistet. Ein Konzept mit Ausbauplänen zur hundertprozentigen Abdeckung bis 2023 liegt vor. Laufende weitere Adaptierungen der Abwasserpumpwerke sind bis Ende des Jahres geplant, und durch Anschaffungen weiterer Aggregate ist die Stadt Punkto Wasser sicher.

Infopunkte in allen Stadtteilen

An 15 Stellen in allen Stadtteilen sind Schaukästen, die von Polizei, Feuerwehr, Zivilschutzverband und der Stadt mit wichtigen Informationen befüllt werden. Im Ernstfall werden Experten an allen diesen Stellen Auskunft geben und den Menschen im Notfall weiterhelfen. Sie sind mit Funkgeräten ausgerüstet und mit dem Krisenstab vernetzt. Die Info-Stellen sind für alle Menschen auf kurzem Weg erreichbar.

Eigenverantwortung ist wichtig

"Wir appellieren an die Eigenverantwortung", meint Vizebürgermeisterin Eva Hollerer. "Unterstützen Sie im Notfall die Mitmenschen mit Nachbarschaftshilfe. Bringen Sie beispielsweise bei medizinischen Notfällen Patienten mittels privatem Fahrzeug ins Krankenhaus!"