Den Neuen der Ex-Frau am Krawattl gepackt: Prozess. „Ich habe ihn nur geschüttelt,“ beteuerte Arbeiter (43) aus Furth vor Gericht, und er wollte den Neuen der Ex-Frau nicht gewürgt haben.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 26. April 2019 (03:43)
Erwin Wodicka (Erwin Wodicka)
Symbolbild

Der Anblick des neuen Partners der geschiedenen Ehefrau mit der gemeinsamen Tochter brachte am 12. April vergangenen Jahres in Furth das Blut eines 43-jährigen Arbeiters in Wallung.

„Kann sein, dass ich ihm bei der folgenden Rangelei mit dem Ellbogen erwischt und verletzt habe“Der Angeklagte

„Nach einer beleidigenden Geste von ihm, bin ich ausgerastet. Ich bin zu ihm hingestürmt, habe die Autotür aufgerissen und ihn am Krawattl gepackt. Kann sein, dass ich ihm bei der folgenden Rangelei mit dem Ellbogen erwischt und verletzt habe“, gestand der Arbeiter vor Gericht ein, dann beteuerte er: „Aber geschlagen oder gewürgt habe ich ihn nicht.“

„Er hat mich sofort, als er mich gesehen hat, mit einem Schimpfwort bedacht, und da habe mich hinreißen lassen, ihm den Finger zu zeigen. Das war nicht sehr diplomatisch von mir und ein Fehler“, räumte das Opfer ein, entgegnete aber auf die Beteuerungen des Beschuldigten: „Das berechtigt ihn aber nicht, so auszurasten. Er hat mich zuerst beschimpft, mich gewürgt und mir wiederholt mit dem Ellbogen ins Gesicht geschlagen. Dann hat er mir noch angekündigt, dass er noch lange nicht fertig mit mir sei.“ Er habe von der Attacke eine Jochbeinprellung und eine Nackenzerrung davongetragen, und leide nach wie vor an Schlafproblemen erklärte das Opfer.

„Es wird nicht mehr vorkommen. Ich gehe ihm nun aus dem Weg“, versprach der Arbeiter Besserung.

Der bislang unbescholtene Aggressor, der Einsicht zeigte, kam mit einer Diversion – Einstellung des Verfahrens mit einer zweijährigen Probezeit und 100 Euro Schadenersatz – noch einmal glimpflich davon.