Furth bei Göttweig

Erstellt am 12. Juni 2018, 03:20

von Franz Aschauer

Überraschung: Nächste Chance auf Landesschau erst 2026. Ob sich Stift Göttweig und Region Dunkelsteinerwald trotz dreijähriger Verschiebung weiter bewerben, ist noch unklar.

„Verschiebung kam überraschend.“ Bewerbungssprecherin Gudrun Berger.  |  Gemeinde Furth

Alle zwei Jahre findet die niederösterreichische Landesausstellung statt, die nächste 2019 in Wiener Neustadt. Wie nun bekannt wurde, wird es danach aber erst wieder 2022 eine Landesschau geben.

Grund dafür ist zum einen, dass der Austragungsort, das Schloss Marchegg, mehr Zeit für eine Revitalisierung benötigt, zum anderen, dass St. Pölten 2024 Kulturhauptstadt Europas werden möchte. Mit der Verschiebung wolle man eine Ballung an Großveranstaltungen in den Jahren 2023 bis 2025 vermeiden, sagte Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner.

„Es ist nachvollziehbar, stellt uns aber natürlich vor neue Herausforderungen.“Bewerbungssprecherin Gudrun Berger

Unmittelbar von der Entscheidung betroffen sind auch das Stift Göttweig und die Gemeinden der Region Dunkelsteinerwald, die sich für die Austragung der Landesausstellung 2023 beworben hatten. Die Bewerbung für dieses Jahr ist nun aber hinfällig, die nächste Landesausstellung nach 2022 findet erst im Jahr 2026 statt, dann aber definitiv im Mostviertel.

Ob das Bewerbungskonzept mit dem Schwerpunktthema „Musik“ nun einfach auf 2026 umgemünzt wird, ist noch nicht klar. „Wir wollen weiter gemeinsam im Dunkelsteinerwald rund um das Thema Musik arbeiten. In welcher Form, wird gemeinsam mit allen Bürgermeistern der Bewerbergemeinden und dem Stift Göttweig entschieden“, sagt die Further Bürgermeisterin und Bewerbungssprecherin Gudrun Berger.

Schon heute, Dienstag, könnte bei einem Treffen der Verantwortlichen eine Entscheidung fallen.

Für Berger und ihr Team kam die Entscheidung des Landes überraschend. „Es ist nachvollziehbar, stellt uns aber natürlich vor neue Herausforderungen.“ Eine dieser Herausforderungen könnte sein, dass alle Gemeinderatsbeschlüsse neu gefasst werden müssen, weil in allen Orten vom Jahr 2023 als Termin ausgegangen wird.

Derzeit reist das Bewerbungsteam mit einer Info-Tour durch die einzelnen Gemeinden. Einige der noch anberaumten Veranstaltungen sollen stattfinden, während andere abgesagt werden, heißt es auf der Homepage der Bewerbung.