Erdäpfelbauern im Bezirk Krems in Not. Drahtwurm bohrt sich in die Feldfrüchte. Appell an Konsumenten: „Beim Einkauf auf heimische Ware achten!“

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 26. April 2019 (05:16)
Martin Kalchhauser
Flammender Appell der Landwirte – im Bild BBK-Obfrau Ida Steininger, Kammersekretär Josef Wimmer und Bezirksbäuerin Regina Kaltenbrunner: „Erdäpfel bei den heimischen Bauern kaufen!“Kalchhauser

Anita Kamptner
So sehen vom Drahtwurm befallene Erdäpfel aus … Foto: Anita Kamptner

Den Österreichern gehen die Erdäpfel aus! Mit Appellen an Konsumenten und Politik machen Bauern-Vertreter auf die dramatische Entwicklung auf diesem Gebiet der Landwirtschaft aufmerksam.

„Die Trockenheit und der Drahtwurm“ sind als Schuldige an der Misere ausgemacht. Wobei eines die Folge des anderen ist: Wegen fehlender Feuchtigkeit im Boden frisst sich der Wurm in die Feldfrüchte und hinterlässt dort seine Spuren. Biologische Pflanzenschutzmittel, die als einzige zugelassen sind, zeitigen keinen Erfolg.

„Augen auf beim Einkauf im Supermarkt!“

„Wir brauchen eine Notfallverordnung“, formuliert Kammersekretär Josef Wimmer die Forderung der Kartoffelbauern an die Politik. Sie wollen zumindest kurzfristig wirksame Spritzmittel verwenden dürfen. „In den Supermarktregalen liegen derzeit Erdäpfel aus Ägypten und Israel. Bei denen weiß man aber gar nicht, unter welchen Bedingungen diese produziert wurden, und wir haben auch keinen Einfluss darauf.“

Bezirksbäuerin Regina Kaltenbrunner ärgert sich, dass nicht nur dieser Umstand den Wettbewerb verzerrt: „Der Handel stellt noch zusätzliche Forderungen an die Lieferanten!“

Auch wenn im Bezirk nur „eine Handvoll Landwirte“ als große Erdäpfelproduzenten betroffen ist, ruft Bezirksbauernkammer-Obfrau Ida Steininger die Konsumenten dazu auf, auf heimische Ware zu achten: „Augen auf beim Einkauf im Supermarkt! Und am besten ist es, entweder auf die Frühkartoffeln zu warten oder direkt beim Bauern, etwa am Wochenmarkt in Krems, einzukaufen.“

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