Krems: Zwei Rumänen verhaftet, Beute sichergestellt

Der Zeitpunkt des Zugriffs war genau der richtige: Gewissermaßen in letzter Minute verhinderte die Polizei am Sonntag (19. September) den "Export" zahlreicher gestohlener Fahrräder nach Rumänien. Zwei Verdächtige wurden festgenommen.

Martin Kalchhauser
Martin Kalchhauser Erstellt am 20. September 2021 | 10:30
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Zahlreiche teils hochwertige Fahrräder, manche schon für den Transport zerlegt und verpackt, konnte die Polizei am Sonntagvormittag in Krems sicherstellen.
Foto: Martin Kalchhauser

Immer wieder verschwanden in den vergangenen Wochen in Krems Fahrräder, oft auch aus abgesperrten, von den Dieben aufgebrochenen Kellerabteilen. Die Kremser Kriminalisten ermittelten schließlich erfolgreich.

Haus komplett abgeriegelt

Am Sonntagvormittag schlugen die Kremser Beamten zu. Das betreffende Haus in der Oberen Landstraße, das einen Hinterausgang über einen Parkplatz in die Gartengasse hat, wurde von rund 15 Polizisten abgeriegelt und durchsucht. In einem unversperrten Dachbodenabteil entdeckten die Fahnder mehrere Fahrräder, weitere waren bereits zerlegt und offenbar für den Abtransport verpackt.

Rascher Zugriff war wichtig

"Der Zeitpunkt unserer Aktion war genau der richtige", meint Inspektionskommandant Leo Steiner, der auch Chef der Kriminaldienstgruppe Krems ist. "Die Fahrräder wären sicher bald danach weg gewesen." Wichtig ist aber auch, dass zwei Personen im Haus aufgegriffen und in Gewahrsam gebracht werden konnten. Ein 25-jähriger arbeitsloser Rumäne, der offiziell dort Untermieter ist, ist zu den Fahrraddiebstählen geständig.

Flucht durch Kamin versucht

Sein 37-jähriger Freund leugnet, etwas damit zu tun zu haben. Seiner wurden die Polizisten nicht so einfach habhaft. Der Mann, der zuletzt in Deutschland bei einer Baumbetreuungsfirma gearbeitet hatte, weist großes körperliches Geschick auf, hatte sich in einen Kamin des Hauses gezwängt und war nach oben geklettert. Letztlich wurde aber auch er verhaftet. Er gab an, nur auf der Durchreise von Deutschland nach Rumänien bei seinem Freund zu Besuch gewesen zu sein.

Räder gehen an Besitzer zurück

Die Räder werden jetzt mit Diebstählen in jüngster Zeit abgeglichen und an ihre Besitzer ausgefolgt. Steiner: "Der Erfolg ist auch deshalb besonders schön, weil sich die Leute freuen, dass sie ihre Räder zurückbekommen. Das ist ja leider oft eher selten der Fall."