Junge Menschen beim Kremser AMS im Brennpunkt. Jugendarbeitslosigkeit als Ausreißer in erfreulicher Jänner-Statistik.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 10. Februar 2019 (05:42)
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Erwin Kirschenhofer: Positive AMS-Bilanz mit kleinem Wermutstropfen.Kalchhauser

Wenngleich der minimale Anstieg der Jugendarbeitslosigkeit (um 2,3 % oder acht Personen) auf 358 keine Trendumkehr bedeutet, ist sie doch der einzige dunkle Fleck in der sonst makellosen Jänner-Bilanz des AMS Krems.

„Wir werden diesen Bereich besonders im Fokus haben und mit der von Land und AMS initiierten Förderaktion für Lehrlinge aktiv dagegen ankämpfen“, gibt AMS-Geschäftsstellenleiter Erwin Kirschenhofer kämpferisch die Richtung vor.

„Trotz des Rekordwinters am Ende des Monats können wir nach wie vor einen spürbaren Rückgang an Arbeitslosen im Vergleich zum Vorjahr feststellen. Erfreulicherweise betrifft das auch solche, die nur einen Pflichtschulabschluss vorweisen können“, hebt er die erfreulichen Fakten hervor. Die Arbeitslosigkeit sei nach wie vor rückläufig (– 4,1 %), der Rückgang verlangsame sich aber. Neben einem Rückgang bei den älteren Arbeitslosen (– 2,7 %) gebe es auch bei Langzeitarbeitslosen (– 6,9 %) eine Entspannung.

Im Bezirk Krems waren Ende Jänner 3.301 Personen arbeitslos gemeldet. In Summe sind 3.701 Personen (9,3 % oder – 0,6 %) entweder arbeitslos vorgemerkt oder in Schulungen des AMS Krems.

Männer profitieren trotz des strengen Winters von der positiven Entwicklung nach wie vor stärker (– 91 oder – 4,4 %) als Frauen (– 51 oder – 3,7 %).