Selbstmord vor Zeugen in Mautern. Auf besonders grausame und spektakuläre Weise verübte am Vormittag des 6. Juni ein 33-Jähriger aus der Region Gföhl in Mautern in aller Öffentlichkeit Selbstmord.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 08. Juni 2019 (13:52)

Spaziergänger und Radfahrer wurden Zeugen der Tat, mit der der offensichtlich verzweifelte Mann kurz vor 9 Uhr sein Leben auslöschte.

Jausenmesser als Tatwerkzeug

Er stach sich mit einem Jausenmesser mehrmals gezielt in den Oberschenkel und den Hals. Die bis zu 30 cm langen Wunden waren tödlich. Der Mann, der sich dabei auch die Halsschlagader durchtrennt hatte, verblutete innerhalb kürzester Zeit.

Das nur wenige Sekunden nach der Tat von einem zufällig vorbeikommenden Spaziergänger aus Krems alarmierte Notarztteam des Roten Kreuzes konnte dem Opfer nicht mehr helfen.

Vater identifizierte den Sohn

Der Mann, der offenbar mit dem Fahrrad unterwegs gewesen war, starb am Treppelweg am starken Blutverlust. Die Mauterner Allgemeinmedizinerin Katharina Mayer stellte wenig später den Tod des 33-Jährigen fest.

Dem Vater fiel die schwere Aufgabe zu, seinen Sohn identifizieren zu müssen. Ein Motiv der Tat ist nicht bekannt, weil die Staatsanwaltschaft eine Informationssperre verfügte.

142 bietet Verzweifelten Hilfe

Rund um die Uhr gibt es für verzweifelte Menschen Beratung und Hilfe unter der Notrufnummer 142 (ohne Vorwahl). Sie widmet sich vor allem jenen Menschen, die sich in einer schwierigen Lebenssituation oder in Krisenzeiten allein gelassen fühlen.

Ziel dieses „offenen Ohres“ ist Entlastung und Unterstützung für alle Anrufenden, unabhängig von deren Alter, Geschlecht, Religion und sozialer Herkunft.