Vom Fichtenwald zum Wald der Zukunft. In kaum einer Region ist der Klimawandel so sichtbar, wie in den namensgebenden Wäldern des Waldviertels. Trockenheit und Borkenkäfern haben den Wälder in den letzten Jahren enorm zugesetzt. Vor allem die Fichten sind von den klimabedingten Ausfällen am stärksten betroffen.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 23. Februar 2020 (12:52)

So auch rund um den Stausee Ottenstein, der neben seiner energiewirtschaftlichen Bedeutung – die EVN produziert hier ökologischen Strom für 30.000 Haushalte – längst zu einem der beliebtesten Ausflugsziele der Region geworden ist: „Bei uns sind rund 4 ha Waldfläche direkt am Stausee betroffen. Wir entnehmen nun das Holz, bevor der Borkenkäferbefall überhandnimmt. Jener Teil, der nicht als Wertholz verwendet werden kann, wird in unserem Biomasseheizwerk in Allentsteig zu wertvoller Naturwärme für unsere Kunden“, so EVN Unternehmenssprecher Stefan Zach.

Wenngleich für eine sinnvolle Verwendung des Schadholzes gesorgt ist, möchte die EVN hier nicht stehen bleiben. Vielmehr soll rund um das beliebte Ausflugsziel auch wieder aufgeforstet werden: „Wir werden hier in den nächsten Wochen gemeinsam mit regionalen Partnern ein Aufforstungskonzept für einen ‚Wald der Zukunft“ erarbeiten und umsetzen.

Dabei geht es um Baumarten, die mit den veränderten Wetterbedingungen besser zurechtkommen. Neben unseren konsequenten aber behutsamen Ausbau der erneuerbaren Energie ist auch das ein Beitrag dafür, dass das Waldviertel Waldviertel bleibt“, skizziert Zach die Pläne der EVN.