Schnauer: Aus für Garagenfertigung. Schnauer kündigt 30 Mitarbeiter mit Verweis auf zu starke Konkurrenz aus Deutschland.

Von Johannes Mayerhofer. Erstellt am 09. Oktober 2019 (14:23)
Foto: Schnauer
Bereits zwei Jahre in Folge seien die Stückzahlen an Garagen rückläufig gewesen, so Schnauer.

Der Markt für Fertiggaragen ist hart umkämpft. So hart, dass die Firma Schnauer nun Produktion und Vertrieb ihrer Garagen mit Ende Oktober einstellt. Von 100 Beschäftigten der Firmengruppe müssen nun 30 gehen, davon etwa 26 endgültig. „Vier oder fünf Mitarbeiter werden von anderen Firmen der Schnauer-Gruppe übernommen“, so der Chef Wolfgang Schnauer. „Alle Lohn- und Gehaltsansprüche werden ordnungsgemäß abgewickelt.“

„Konkurrenz vor allem maus Deutschland“

Foto: Schnauer
Wolfgang Schnauer sieht sowieso nur bedingte Zukunft für Autoinfrastruktur.

Die Stückzahlen der Kremser Fertiggaragen seien nun über zwei Jahre infolge des Preisdrucks durch Importe zurückgegangen. „Die Konkurrenten kommen meist aus Deutschland“, erklärt Schnauer. Während man in Krems großen Wert auf handwerkliche Fertigung lege, sehe man sich bei der deutschen Konkurrenz teilweise mit Subunternehmersystemen und billigeren osteuropäischen Arbeitern konfrontiert. Nachdem Beteiligungs- und Übernahmeverhandlungen mit einschlägigen Marktbegleitern scheiterten, entschied man sich bei Schnauer für die Schließung der Garagenfertigung.

In Hinblick auf die bald ehemaligen Schnauer-Mitarbeiter meint der Firmenchef: „Das ist nicht erfreulich, aber die sind gut ausgebildet und haben gute weiterführende Berufschancen.“

Schnauer solle sich nun mehr auf andere Firmenstandbeine, wie die Solarenergie, konzentrieren. „Das ist ein wesentlich größerer Zukunftsmarkt als Infrastruktur für das Auto.“