Vater zwang im Finale Sohn in die Knie. Hallenkreismeisterschaften in Krems brachten ein ganz besonderes Finalspiel.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 19. Februar 2019 (02:11)
Horst Sommer
Rookie David Wallechner (Bild) schaltete im A-Bewerb den Turnierfavoriten Alexander Haubner aus. Erst im Finale war – ausgerechnet gegen seinen Vater Harald Fellner – Endstation.

Wenn in der Mitterau vier Tage lang auf die gelbe Filzkugel eingedroschen wird, dann stehen wieder die offenen Hallenkreismeisterschaften auf dem Programm. Für die Athleten aus dem Bezirk Krems war die Halle des UTC Mitterau heuer ein guter Boden. Bei neun gespielten Bewerben gab es gleich fünf Sieger aus den eigenen Reihen.

NOEN
Organisator Max Fürtler: „Wir haben unheimlich knappe und hochklassige Spiele gesehen.“

Das Duell, das die Zuseher wohl am meisten in ihren Bann zog, war das Finale im A-Bewerb der Herren. Harald Fellner traf dort auf seinen Sohn David Wallechner (beide UTC Gedersdorf), der zuvor im Semifinale seinen top-gesetzten Vereinskollegen Alexander Haubner in einem packenden Drei-Satz-Krimi in die Knie gezwungen hatte. Im Endspiel hatte dann aber noch einmal der „alte Hase“ die Nase vorne – wenngleich ihm sein talentierter Sprössling einen harten Fight lieferte (7:6, 7:5).

Gleich zwei Triumphe feierte Markus Madar vom KTK Krems. Erst siegte er im Mixed mit Brigitte Krennmüller-Ettlinger, dann holte er sich nach einem wahren Marathon-Match (13:11 im dritten Satz) gegen Dietmar Alfons (UTC Mitterau) auch noch den ersten Platz im Herren-45-Einzel. Zwei weitere Kremser Siege gab es durch Lukas Fessl (UTC Mitterau) im B-Bewerb und Michael Reichmann (KTK Krems, C-Bewerb).

Organisator Max Fürtler (Bild oben) blickt zufrieden auf das Turnier zurück: „Wir haben unheimlich knappe und hochklassige Spiele gesehen. Besonders erfreulich war, dass es zum ersten Mal einen Mixed-Bewerb gegeben hat.“