„Niemand wird entlassen!“: Bäckerei setzt auf Team. Herbert Bruckner möchte mit allen 28 Mitarbeitern durch die schwere Zeit kommen.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 03. April 2020 (05:51)
In der Bäckerei Bruckner in Theiß ist man unverändert Tag für Tag für die Konsumenten im Einsatz: Martin Lukas-eder (Produktionsleiter), Meister Herbert Bruckner und Dieter Friedl (von links).  
Martin Kalchhauser

Mindestens 35 Prozent des Umsatzes geht der Theißer Bäckerei Bruckner durch die aktuelle Krise verloren. Während Café-Umsatz, Gastronomie- und Heurigen-Lieferungen auf null gesunken sind, halten der Verkauf und die Belieferung von Nahversorgern das Familienunternehmen über Wasser.

„Wir machen ab April Kurzarbeit und werden keine einzige Kündigung aussprechen“, stellt Bäckermeister Herbert Bruckner, der für 28 Bedienstete verantwortlich ist und auch als Bezirksinnungsmeister der Bäcker fungiert, fest. „Die Mitarbeiter sind darüber natürlich froh, und wir brauchen sie ja.“ Vom Zusammenhalt in seinem Team ist der Unternehmer begeistert. „Hut ab! Bei uns ziehen alle an einem Strang.“ Er führe auch viele persönliche Gespräche mit seinen Leuten, betont Bruckner. „Es gibt derzeit noch keine Ängste, und wir werden bei den Entscheidungen immer auch die sozialen Aspekte mit berücksichtigen.“ Um die ihm anvertrauten Arbeitnehmer macht sich Bruckner Sorgen: „Meine große Hoffnung ist, dass keiner erkrankt. Das ist, was ich momentan am meisten fürchte.“

Das Geschäftsjahr, so der Meister, könne man sowieso „abhaken“. „Die aktuelle Krise wirft uns sicher ein Jahr zurück.“ So werde eine geplante Investition in die Modernisierung des Betriebs um rund 400.000 Euro auf Eis gelegt und müsse vermutlich zumindest auf 2021 verschoben werden. Seinen Optimismus lässt sich Bruckner aber nicht nehmen: „Wenn alles vorbei ist, stehen wir auf und machen weiter!“