Trauer um Karl Ludwig: Er hat viele Spuren gezogen. Kremser Unternehmer war für Behinderte engagiert tätig.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 16. Februar 2019 (04:41)
Marco Flicker
Der verstorbene Karl Ludwig, wie er vielen Kremsern in Erinnerung bleiben wird.

Im 96. Lebensjahr stand der ehemalige Kremser Unternehmer Karl Ludwig, als er am 1. Februar für immer die Augen schloss.

Bekannt war der Kremser nicht nur als Unternehmer, der in Stein mehrere Jahrzehnte lang eine Mercedes-Werkstätte erfolgreich betrieb. Der Mann, dessen drittes Kind, Sohn Christian, mit Down-Syndrom geboren wurde, engagierte sich federführend im Verein „Das behinderte Kind“, als dessen Obmann er unter anderem ganz wesentlich zur Errichtung des Caritas-Wohnhauses am Mitterweg beitrug.

Viele Schicksalsschläge säumten das Leben des Mannes, der als Perfektionist galt. Gleich nach der „Kriegsmatura“ als 17-Jähriger musste er einrücken, wurde in Russland schwer verwundet und trug einen steifen Arm davon. Schwer traf ihn auch der Tod seiner Gattin Ilse (1989). Während er als willensstark, zäh und bestimmend galt, vermittelte er seine sensible Seite durch die Musik. Er spielte gerne Klavier und Ziehharmonika. Auch Fotografieren und Filmen waren seine Passionen. Die Donau, die ihm Heimat bedeutete, liebte er besonders.

Bis Ende 2018 konnte Ludwig mit Unterstützung, jedoch selbstbestimmt in seinem Haus leben. Im Dezember musste er ins Thorwestenheim übersiedeln. Dort erkrankte er im Jänner lebensbedrohlich und starb kurz darauf.

Der Verstorbene, der von Tochter Brigitte und den Söhnen Karl und Christian betrauert wird, wurde am 9. Februar am Kremser Friedhof zur letzten Ruhe gebettet.