Gastronomen wagen das „Abenteuer Kremser Innenstadt“. Spanisches Lokal eröffnet mit einjähriger Verspätung in der Spänglergasse, Café-Restaurant sperrt am Moserplatz auf.

Von Franz Aschauer. Erstellt am 19. November 2019 (04:23)
Dominik Leodolter, Patrick Knoll, Florian Brandner und Ademi Zuki ziehen ins ehemalige „Café Collage“ am Moserplatz ein. Geben soll es auch moderne Frühstückskreationen und Cocktails.
Christian Michalec

Seit knapp einer Woche ist die Müller-Filiale in der Oberen Landstraße geschlossen. So groß die Bestürzung bei den Geschäftsleuten der Fußgängerzone über den Verlust des Magnetbetriebes war, hat die Kremser Innenstadt doch noch lange nicht ihren Reiz verloren.

Den Beweis dafür erbringt ein Paar, das am kommenden Samstag ein Kulturlokal mit spanischem Essen in der Spänglergasse eröffnet, und vier junge Leute, die das „Café Collage“ am Moserplatz unter dem Namen „Vän“ als Café-Restaurant mit Cocktails ab Montag, 25. November, wiederbeleben.

Elena Holgado-Perez und Robert Supper eröffnen in der Spänglergasse ein spanisches Lokal mit kulturellem Schwerpunkt. Zu Iberico-Schinken und Edel-Konserven gibt es Weine von der Iberischen Halbinsel.
Franz Aschauer

Kalte Kleinigkeiten, wie herrlicher Iberico-Schinken oder spanischer Käse, aber auch hochqualitative Konserven und edle Weine werden im „El Tres“ von Robert Supper und Elena Holgado-Perez auf der Speisekarte stehen. Der Geologe und die Gastronomin, die sich die Geschäftsfläche der ehemaligen Weltbild-Filiale mit der Boutique Lepido teilen, versprechen aber nicht nur Genüsse für den Gaumen, sondern auch fürs Auge und die Ohren.

Ausstellungen und Kinovorstellungen sollen ebenso über die Bühne gehen wie musikalische Veranstaltungen. Aufsperren wollten Supper und Holgado-Perez ursprünglich schon 2018. Aus „zeitlichen Gründen“ sei sich das aber nicht ausgegangen. Dass einige das Projekt schon totsagten, stört die beiden nicht. Jetzt wollen sie an Donnerstagen, Freitagen und Samstagen mit Öffnungszeiten bis 22 Uhr ein neues Publikum in der Fußgängerzone ansprechen.

Keinen neuen Gastronomen gibt es übrigens entgegen anderslautenden Gerüchten im ehemaligen „Egger‘s“. Laut dem Hauseigentümer kommen zwar „immer wieder Anfragen“, aber „nichts Konkretes“.

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