Krems

Erstellt am 10. Februar 2019, 05:56

von Martin Kalchhauser

Nur ein Ausreißer bei Messungen der Kremser Luftgüte. Untersuchungsergebnis: Kein Anlass zur Sorge bei der Steiner Bevölkerung.

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Ein Dringlichkeitsantrag der FPÖ in der Gemeinderatssitzung am 27. Juni 2018 löste umfangreiche Luftgütemessungen in Stein aus. Grund: Es bestand der Verdacht, die hier anlegenden Kreuzfahrtschiffe würden durch ihre Abgase die Umwelt stark verunreinigen.

Jetzt liegen die Messergebnisse vor, und Bürgermeister Reinhard Resch erstattete dem Gemeinderat einen umfassenden Bericht. Fazit: Bei den Erhebungen, die im Bereich des Arbeitsinspektorats (unweit der Schiffstation Stein) sowohl tags als auch nachts zwischen Juli und Oktober durchgeführt wurden, ergab sich nur ein einziges Mal eine Überschreitung eines Grenzwerts bei den Stickoxiden.

Gemessen wurden die Parameter Stickstoffdioxid (NO 2 ), Stickstoffmonoxid (NO), Feinstaub, Schwefeldioxid und Ozon. Berücksichtigt waren auch meteorologische Parameter wie Windgeschwindigkeit, -richtung und Lufttemperatur.

Interessante Fakten bei den Messergebnissen waren, dass sich in den Morgen- und Abendstunden eine Mischung der Belastung aus Verkehr von Straße und Wasserweg ablesen ließ. Ein Einfluss der Anlegestelle konnte sehr wohl beobachtet werden (kurzfristige Anstiege bei den Werten, danach rascher Abfall). Eine maximale Belastung gab es beim Starten der Donau-Schiffe, beim Fahren sind sie praktisch nicht messbar.

Bei Ozonwerten sogar besser als Ausportplatz

Der einen extrem kurzzeitige „Ausreißer“ lässt sich für den Stadtchef verschmerzen. „Hochgerechnet liegen wir auch beim Stickoxid deutlich unter dem Jahresmittelwert“, stellte Resch fest. Erfreulich sei auch, dass es im Vergleich mit dem Messpunkt am Ausportplatz keine Abweichungen gegeben habe. Stichwort Sportplatz: Dass alle Grenzwerte eingehalten wurden, überraschte beim Ozon, wo es trotz des heißen Sommers ein überraschend geringes Niveau gab. Und dieses lag unterhalb des Werts in der Au!

Wie geht es weiter? Resch: „Wir werden trotz dieser guten Werte ein Gespräch mit der Donauschifffahrtsstationen GmbH suchen.“ Könnten mehr Schiffe während der Zeit in Stein ihre Generatoren abdrehen, könnten die Werte schließlich noch besser werden …