Kremser ergaunerte Warenlieferungen und Geld. Trotz offener Bewährungsstrafe blieb Kremser Betrugsmasche treu: Jetzt muss er in Knast.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 25. April 2019 (04:39)
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Symbolbild

„Sie entwickeln sich zu einem Stammgast“, entschlüpfte Richter Gerhard Wittmann beim Anblick des 20-jährigen Beschuldigten aus Krems. Das Strafverfahren im vergangenen Jahr habe keinen nachhaltigen Eindruck auf ihn gemacht: „Sie wurden wegen Betruges zu einer zehnmonatigen Bewährungsstrafe verurteilt. Die bedingte Freiheitsstrafe haben Sie offensichtlich überhaupt nicht ernst genommen und mit der gleichen Betrugsmasche in Krems und St. Pölten einfach weitergemacht“, fand der Vorsitzende klare Worte.

Zweieinhalb Jahre Knast für den Unbelehrbaren

Der Kremser kassierte für angepriesene Mobiltelefone im Internet, die er gar nicht hatte und somit den getäuschten Käufern gar nicht liefern konnte. In St. Pölten gingen dem 20-Jährigen acht Opfer auf den Leim. Insgesamt ergaunerte sich der Kremser auf diese Art rund 3.850 Euro. Er ließ sich aber auch Mobiltelefone liefern, ohne an deren Bezahlung einen Gedanken zu verschwenden.

Nun wurde dem Unbelehrbaren die Rechnung präsentiert: Er wurde wegen Betruges zu 20 Monaten unbedingt verurteilt. Weiters wurde die bedingte Strafnachsicht von zehn Monaten widerrufen. Insgesamt muss der Kremser nun zweieinhalb Jahre hinter Gittern absitzen.