Bezirk Krems: 40 Dächer mit Hagelkörnern durchschossen

Erstellt am 28. Juli 2021 | 06:01
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Rossatz am Montag von einem heftigen Unwetter brutal getroffen. 200 FF-Helfer im Einsatz.

Fünf bis sechs Zentimeter Durchmesser hatten die Hagelkörner bei einem Gewitter am Abend des 26. Juli. In Rossatz wurden große Schäden angerichtet. Allein 40 Hausdächer sind zerstört, wurden regelrecht durchschossen. 80 weitere sind beschädigt.

150 Feuerwehrhelfer zusammengezogen

Die darunterliegenden Wohnräume standen teils mehrere Zentimeter hoch unter Wasser. Neben den örtlichen Feuerwehren aus Rossatz, Mitterarnsdorf, Oberarnsdorf und Rührsdorf waren 120 Feuerwehrleute aus den Abschnitten Gföhl, Krems-Land und Langenlois sowie seitens der Feuerwehr Krems, der Feuerwehr St. Pölten und des Landesfeuerwehrkommandos im Einsatz.

Mit zwei Drehleitern aus Krems und Hubsteigern aus Langenlois und St. Pölten verschafften sich die Feuerwehrleute zunächst einen Überblick über die Schäden und deckten dann mit Unterstützung von Dachdeckern und Zimmerleuten die Dächer provisorisch ab. Planen und Holz dafür wurden mit einem Lkw-Zug aus dem Katastrophenschutzlager aus Tulln in die Wachau gebracht. Die Bundesstraße 33 war während der Reparaturarbeiten gesperrt.

29 Feuerwehren und 200 Helfer im Einsatz

Die örtliche Einsatzleitung wurde vom Bezirksführungsstab unterstützt. Ein Feuerwehrmann wurde am Fuß verletzt und musste vom Roten Kreuz ins Krankenhaus Krems gebracht werden. Bei Redaktionsschluss lautete die Bilanz: 29 Feuerwehren aus der Region standen mit rund 200 Helfern im Einsatz.

Zu weiteren Unwettereinsätzen der heimischen Feuerwehren kam es am Montagabend in Bergern, Kammern, Langenlois, Schönberg am Kamp, Straß im Straßertale und Zöbing. Dort mussten vor allem umgestürzte Bäume entfernt und Keller ausgepumpt werden. Im Bereich Schenkenbrunn gab es einen Stromausfall.