Hoffnung auf Junge und „Bildungsferne“. Nathalie Glorion (27) tritt an der Volkshochschule Krems Ende September die Nachfolge von Leo Faltus an.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 25. September 2020 (05:10)
Nathalie Glorion folgt als Leiterin der VHS, die sich gerne als „Erfolgs-Hochschule“ Krems bezeichnet, auf Leo Faltus.
Martin Kalchhauser

Frische Kraft für die Volkshochschule (VHS) Krems: Nathalie Glorion (27) tritt mit Ende September die Nachfolge des langjährigen Leiters Leo Faltus (60) an.

Über den Abschied meint Faltus, der seit sieben Jahren an der Spitze stand, dass es „viele persönliche Gründe“ gebe. Er geht in Bildungskarenz, um ein Fernstudium im Bereich Erwachsenenbildung an der Uni Kaiserslautern zu beginnen.

Die Neue kommt aus den Reihen der VHS. Glorion – die gebürtige Kremserin, Maturantin am Mary-Ward-Gymnasium, ist hier wohnhaft, verheiratet und Mutter einer dreijährigen Tochter – bringt mit ihrem Master in Bildungsmanagement und ihren Erfahrungen als Französisch-Kursleiterin beste Voraussetzungen für die neue Funktion als Büroleiterin mit. „Bildung ist sehr wichtig“, meint sie, „und an einer Weiterbildungseinrichtung tätig zu sein, war schon immer mein Ziel!“

Um „jüngeres Image“ für die VHS bemüht

Im Zentrum ihrer Bemühungen, so die vor Elan sprühende Glorion, werde stehen, dass von den Kunden der VHS Generationen übergreifendes Lernen angenommen wird. Vor allem aber will die neue Leiterin „junge Generationen ansprechen“, sozusagen zum stark vertretenen Klientel „50+“ eine starke Gruppe „35–“ hinzufügen. „Die Volkshochschule muss generell ein jüngeres Image bekommen.“ Zusätzlich will man bildungsfernere Menschen dazu motivieren, die Angebote anzunehmen.

Aktuell gibt es bei der VHS Krems ca. 3.000 Hörer, die von rund 100 Kursleitern unterrichtet oder betreut werden. Den Betrieb „schupfen“ vier Angestellte, deren Stundenvolumen etwa 2,5 Vollzeitäquivalenten entspricht. www.vhs-krems.at