Neue Führung an der HAK Krems. Ruth Mayr-Messerer leitet in diesem Schuljahr die Handelsakademie.

Von Petra Vock. Erstellt am 24. September 2020 (05:31)
Will die HAK ruhig und sicher durch die Krise führen: Ruth Mayr-Messerer.
Kalchhauser

Die HAK/HAS Krems hat eine provisorische neue Führung: Ruth Mayr-Messerer (45) leitet die Schule, während HAK-Direktor Gernot Hainzl ein Jahr Pause macht. Ihm steht aufgrund zahlreicher Überstunden ein Zeitkonto-Jahr zu.

Mayr-Messerer ist gebürtige Kremserin und lebt auch hier. Nach der Matura am BORG Krems studierte sie Rechtswissenschaften und danach – berufsbegleitend – Wirtschaftspädagogik. Bevor sie in den Schuldienst eintrat, sammelte sie Berufserfahrung am Landesgericht Krems, am Magistrat Krems und im Verkehrsministerium, wo sie für Europäische und Internationale Luftverkehrsangelegenheiten zuständig war. Die Laufbahn als Lehrerin startete sie an der HAK Horn und der HLF Krems, wo sie sich unter anderem im Rahmen der Personalvertretung für die Interessen der Kollegen einsetzte.

„Ich wollte mit Jugendlichen arbeiten und nicht nur in einem Büro Schriftstücke bearbeiten.“ Ruth Mayr-Messerer

Dass sie sich schließlich für den Lehrberuf entschied, begründet sie mit dem „Kontakt mit den Schülern und der Möglichkeit, mit Jugendlichen zu arbeiten und nicht nur in einem Büro Schriftstücke zu bearbeiten“. Auch neben der Schulleitung wird sie weiter unterrichten, und zwar Rechtskunde: „Weil ich sehr gerne unterrichte und weil mir politische Bildung unglaublich wichtig ist.“

Ausgerechnet in extrem stressigen Corona-Zeiten eine Schule zu leiten, ist eine Herausforderung, die sie reizt: „Gemeinsam mit dem Team und den Schülern werde ich mein Bestes geben, um die Schule ruhig und sicher durch dieses außergewöhnliche Schuljahr zu führen“, betonte sie anlässlich der Dekretübergabe durch Bildungsdirektor Johann Heuras.

Den Schwerpunkt der nächsten Monate möchte sie darauf legen, „Lehrstoff der letzten Monate zu festigen und auf eine mögliche weitere Distance-Learning-Phase gut vorbereitet zu sein“. Besonderes Augenmerk soll dabei den Schülern der 1. Klassen gelten. Wichtig ist ihr, „die gesamte Schulstruktur aus dem Blickwinkel der Schüler zu denken“: „Wie sieht die Arbeitswelt aus, wenn sie mit der Schule fertig sind? Genau danach müssen sich die Lerninhalte und Angebote richten.“