Zeitreise durch Gföhl mit neuem Buch von Weber. Friedrich Weber arbeitet in seinem neuen Buch „Gföhl im 19. Jahrhundert“ Geschichte des „einfachen Menschen“ auf.

Von Gerald Mayerhofer. Erstellt am 14. Juli 2019 (11:26)
Gerald Mayerhofer
Friedrich Weber mit seinem neuen Buch „Gföhl im 19. Jahrhundert“, das ab sofort erhältlich ist (Café Fischer, Glaswaren Daniel, Volksbank Gföhl).

Es ist bereits das 24. Werk, das der Gföhler Friedrich Weber herausbringt: Diesmal widmete er sich der Aufarbeitung der Auswirkungen historischer Ereignisse des 19. Jahrhunderts auf die Landbevölkerung in der Region Gföhl.

Ganze zwei Jahre Vorbereitungszeit investierte der Buchautor in die neue Chronik, die mit mehr als 800 Fotos, Illustrationen und Auszügen historischer Dokumente gefüllt ist: „Die Einführung der konstitutionellen Monarchie nach der Revolution im Jahr 1848 ebnete den Weg zur Bauernbefreiung, zur Entwicklung politischer Parteien und damit schlussendlich zur Demokratie – auch wenn es bis dahin noch ein weiter Weg sein sollte.“

Im Buch werden die Gründung bäuerlicher Vertretungen und sonstiger Interessensgemeinschaften aufgerollt und auch die Auswirkungen der Staatsgrundgesetze auf die Bildung von Vereinen und auf die Presse- und Gewerbefreiheit aufgezeigt. Auch der Einfluss der Kirche und der Reformen von Kaiserin Maria Theresia aufs Landleben werden beleuchtet. Dass es bereits Anfang des 19. Jahrhunderts wirtschaftliche Bedrängnisse gab, belegen Annoncen der Wiener Zeitung. Ein eigener Abschnitt im Buch widmet sich den „Findelkindern“ und der Errichtung des Kaiserin-Elisabeth-Kinderheimes (heute Mittelschule Gföhl).

Die Leser erwartet ein äußerst detailreich recherchierter Band, der stets Verbindung zur Gegenwart hält.

Friedrich Weber: „Gföhl im 19. Jahrhundert“; Eigenverlag, 496 Seiten, ca. 800 Belege, 60 Euro; Bestellung: info@archiv-weber.at (um 65 Euro inkl. Versand).