Drogenlenker (22) löste Crash in Krems aus. Nach Konsum von Drogen setzte sich am Abend des 4. Dezember ein 22-jähriger Kremser ans Steuer seines Ford-Kleinwagens. Am Ende stand ein schwerer Unfall mit zwei Verletzten.

Von Martin Kalchhauser. Erstellt am 05. Dezember 2019 (20:59)

Waghalsiges Wendemanöver

Einfach irre! Auf der an dieser Stelle vierspurigen und mit einer doppelten Sperrlinie gekennzeichneten Bundesstraße 37 in Gneixendorf wollte am Abend des Mittwochs, 5. Dezember, ein Lenker sein Auto wenden. Er war Richtung Norden unterwegs, als er auf Höhe der eni-Tankstelle ein Wendemanöver startete.

Van krachte in Kleinwagen

Dieses ging schief. Denn ein zur gleichen Zeit in gleicher Richtung fahrender Pkw, an dessen Steuer ein Zwettler (54) saß, krachte in die Seite des Kleinwagens. Dem zweiten Unfallbeteiligten, der mit rund 100 km/h unterwegs war, gelang es in der Folge, seinen Van auf der rechten Straßenseite zum Stehen zu bringen.

Fahrerflucht versucht

Der Mann, der den Unfall ausgelöst hatte, ergriff indes in seinem schwer beschädigten Wagen die Flucht Richtung Krems. Allerdings kam er mit dem havarierten Fahrzeug nicht weit und blieb wenige hundert Meter südlich der Unfallstelle im Bereich der Ausfahrt zum Schnitzel-Drive-In liegen.

Drogenkonsum bestätigt

So wie die Kremser Autobahnpolizei standen auch die FF Krems und das Rote Kreuz im Einsatz. Der Zwettler konnte das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung noch am selben Abend wieder verlassen. Der 22-Jährige war am Unfallort zwar ansprechbar, verweigerte aber jede Kommunikation mit den Polizeibeamten. Sowohl die Mutter als auch der Vater des jungen Mannes bestätigten jedoch, dass er Suchtmittel konsumiert habe.

Verletzter wurde renitent

Die Staatsanwaltschaft ordnete eine Blutabnahme zur Feststellung der Verkehrstauglichkeit an. Alkoholtest war aufgrund der schweren Verletzungen - unter anderem wurde ein Milzriss konstatiert - nicht möglich. Im Krankenhaus wurde der unter Drogeneinfluss stehende Kremser sogar renitent und randalierte.

Verkehr erheblich behindert

Die Versorgung der nicht mehr fahrbereiten Unfallfahrzeuge wurde von der Kremser Feuerwehr durchgeführt. Auch die Reinigung der Straße erfolgte durch die freiwilligen Helfer. Die Bundesstraße 37 war während der Arbeiten gesperrt, eine lokale Umleitung  wurde eingerichtet.