Alternative - Schremser Spange statt Horner Ast. Die als „Horner Spange“ angepriesene Ausbaumaßnahme stellt in Wirklichkeit eine Investition in die Kamptalbahn dar.

Von NÖN Leserreporter. Erstellt am 14. August 2019 (20:15)
User, TINA-TEN

Nun gilt es klarzustellen, dass diese Maßnahme nicht durch das Ausbaubudget der FJB finanziert wird, sondern wohl nur Teil des KTB-Ausbaues sein kann. Es handelt sich ja auch um eine Umlenkung der Kamptalbahn von Horn nach Eggenburg Richtung Süden. Diese Umlegung bringt den FJB-FahrerInnen nördlich von Horn keine einzige Sekunde Fahrzeitersparnis. Sie erspart nur den zukünftigen Bahnpendlern aus Horn das Umsteigen in Eggenburg. Diese Verbindung könnte sofort mit Bussen hergestellt werden und nur einen Bruchteil kosten.

Die für den Horner Ast vorgesehenen Investitionen müssen daher in Ausbaumaßnahmen der FJB-Trasse im oberen Waldviertel fliessen. Nur so ist ein 2-Klassen Waldviertel abzuwenden. Die Region Gmünd-Schrems biete sich an!

 
Bildungscampus in Horn ist hinfällig – Schrems als Alternative sinnvoll

Da eine FJB-Bahneinbindung von Horn Richtung Norden nicht geschaffen wird, ist auch der beste Standort für einen gut öffentlich erreichbaren und zentralen Bildungcampus im Waldviertel Geschichte. Die Kommunalpolitik sowie die Regionalpolitik in Horn haben offensichtlich kein Interesse in diesem Bereich geschlossen aufzutreten. Da ein Bildungsstandort für das Waldviertel jedoch überfälllig ist, könnte die Region Gmünd-Schrems (jeweils 5.500 Einwohnerstädte) hier einspringen. Die geplanten Investitionen der Horner Spange könnten viel effektiver in die „Schremser Spange“ fließen und hier die Region des Waldviertler Nordens massiv aufwerten. Das wäre zumindest eine erste Ausgleichsmaßnahme für die bisher fehlenden Maßnahmen im Norden. Natürlich ist bei den Ausbaumaßnahmen auch das Allentsteiger Knie nicht zu vergessen (Allentsteiger Knie).


Die Schremser Spange könnte Schrems direkt in die FJB einbinden

Da die Region Gmünd-Schrems das pulsierende, wirtschaftliche Herz des Waldviertler Nordens darstellt, muss diese Basis für weitere Infrastrukturmaßnahmen genutzt werden. Beim neuen Bahnhof in Schrems sollte ein Bildungscampus sowie ein Technologie- und Forschungszentrum (TFZ) mit passendem Schwerpunkt errichtet werden. Es ist an der Zeit, dass für die Entwicklung des nördlichen Waldviertels hier Geld in die Hand genommen wird. Bisher finden sich TFZ nur in anderen Regionen Niederösterreichs siehe: https://www.ecoplus.at/interessiert-an/technopole/technologie-forschungszentren/. Natürlich ist auch der Frachtverkehr auf der Schiene zu planen. Sollte am Idealsstandort in Vitis weiterhin kein Interesse an einem Microterminal vorhanden sein, könnte dieser ebenfalls hier im Großraum Gmünd-Schrems errichtet werden (mehr zum Miroterminal).



Gemeinsames regionales Auftreten jetzt entscheidend!

Im anstehenden Ausbau der FJB liegt die größte Chance für den Großraum Gmünd-Schrems seit dem Bau der FJB vor 150 Jahren. Es wird sich zeigen, ob die Regionalpolitik hier mit einer Stimme auftritt und ihre Chance auch wahrnimmt. Wenn für die Stadt Horn mit 6.500 Einwohnern hunderte Millionen zur Verfügung gestellt werden, muss für Gmünd/Schrems mit 11.000 Einwohnern wohl gleiches Recht gelten? Jetzt gilt es gemeinsam gegen ein 2-Klassen Waldviertel und für einen FJB-Vollausbau aufzutreten.

Denken wir nach vorne – damit alle schneller bei uns oben sind!

Eure Initiative Pro FJB!