Artikel erweckte falschen Eindruck. Das BRG Krems war zum Zeitpunkt des Redaktionsschlusses keineswegs als einzige Kremser Schule mit positiven COVID-Fällen konfrontiert. Nichtsdestotrotz erweckt Ihr Artikel bei den Lesern Ihrer Zeitung bedauerlicherweise diesen Eindruck.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 20. Oktober 2020 (17:18)

Die Tatsache, dass laut Ihren Aussagen die in der Klasse unterrichtenden Pädagogen (erst) nach vier Tagen in Quarantäne geschickt worden sind, stellt den Sachverhalt nur unvollständig und vordergründig dar, da den behördlichen Anweisungen, die in diesem Fall für alle Betroffenen verbindlich sind, unmittelbar Folge geleistet worden ist. Sollte es hier zu einer für Außenstehende nicht nachvollziehbaren Verzögerung handeln, dann sollte die Vorgangsweise bzw. die Aufarbeitung durch die zuständige Behörde hinterfragt und kritisiert werden.

Die Verschwiegenheitspflicht der Schulleitung bei Coronafällen (Informationen erfolgen auf Anweisung ausschließlich über die zuständige Bildungsdirektion) wird ins Negative verkehrt und unterschwellig mangelnde Kooperationsbereitschaft unterstellt. Das Recht der Öffentlichkeit, über das Ausmaß der COVID-19-Erkrankungen an Schulen informiert zu werden, steht außer Zweifel – aber bitte ohne einzelne Schulen zu stigmatisieren und Betroffene sowie die Öffentlichkeit unnötig zu verunsichern.

Der falsche Eindruck verstärkt sich beim Leser zusätzlich durch das nicht zur Schlagzeile und zur wesentlichen Aussage des Artikels passende Foto sowie die Bezugnahme auf eine mögliche rote Corona-Ampel im Bezirk Krems.

Mag. Christian Durchschlag (im Namen der Schulgemeinschaft des BRG Krems Ringstraße)

Zum Artikel „ Schulklasse in Quarantäne “.