Asphaltwüste rund um Landesgalerie. „Über Geschmack lässt sich streiten.“ Das gilt auch für Kunst und für die kürzlich eröffnete Kremser Landesgalerie. Mag sein, dass einigen (oder sogar vielen) die eintönig graue und fensterlose „Dachfassade“ tatsächlich gefällt – es ist zumindest ein eigenwilliges Bauwerk.

Erstellt am 22. Juli 2019 (14:02)

Worüber man jedoch kaum streiten kann, ist die völlig verunglückte Gestaltung der Fläche rund um dieses Werk moderner Architektur. In Zeiten, in denen immer öfter über die Versiegelung der Landschaft und zu wenig Grün in unseren Städten geredet und geklagt wird, ist mir diese absolut hässliche Asphaltwüste mit drei „Alibi-Bäumchen“ völlig unverständlich.

Bei den enormen Baukosten dieses Objekts wäre es darauf wohl auch nicht mehr angekommen: Eine gartentechnische (und parkähnliche) Gestaltung dieser Fläche mit Grünanlagen, schattenspendenden Bäumen, Sträuchern, Blumenbeeten, Sitzbänken, vielleicht sogar mit einem Brunnen (das Donauwasser ist ja wirklich nicht weit entfernt!) statt dieser lieb- und einfallslosen Asphaltfläche, die an ein Industriegebäude in einem Gewerbepark erinnert, wäre wohl drin gewesen.

Wenn schon nicht das Gebäude selbst: Die umliegende Fläche ist ein Schandfleck.

Dr. Christoph Brenner, Krems

Zur Landesgalerie NÖ ( siehe u.a. hier ).