„Kennen Probleme schon lange“. Wir vermieten Gästezimmer und Ferienwohnungen seit 25 Jahren. Es muss jedes Jahr mehr Prozente geben, so wird es von der Politik vorgegeben. Immer mehr Außenstehende nutzen unsere Region für Events. Die Bürger und Gemeinden haben davon große Kosten. Es wird immer von Erhöhung der Wertschöpfung gesprochen. Das ist eine Fehlbewertung.

Erstellt am 19. Februar 2019 (08:28)

Nun gibt es diverse Diskussionen, wie man den Massentourismus „bekämpfen“ kann. Die Politik hat es über Jahrzehnte verabsäumt gegenzusteuern. Man hat z. B. den Interessentenbeitrag, welcher den Gemeinden zugutekommt, nicht einmal dem Index angepasst. Ein verantwortungsloses Verhalten. Unsere Gemeinde hat ca. 40.000 Nächtigungen, das entspricht ca. einem Umsatz von zwei Millionen Euro.

Der Interessentenbeitrag deckt die Ausgaben bei Weitem nicht. Er sollte so erhöht werden, dass für die Bürger noch ein Plus herausspringt. So würden auch die Heurigenbetriebe stärker ins Boot genommen, welche wenig zu den Marketingausgaben beitragen. Natürlich sollten auch Schiffe und Busse Abgaben leisten. Bei uns weiß man um die Probleme schon lange und hat es bis jetzt zu keinem vernünftigen Ergebnis geschafft. Und dies auch alles ohne Mitwirkung der Betriebe und Bürger.

Gewaltige, mögliche Einnahmen in der Wachau wurden somit den Bürgern unterschlagen. Der Preis regelt in diesem Fall auch den Markt, hat man Angst davor?

Karl Baumgartner, Rossatz

Leserbrief zum Thema Massentourismus in der NÖN Ausgabe 07