Krems

Erstellt am 11. Februar 2019, 15:31

Sicherheit hat absoluten Vorrang.

Im Artikel, der von Anton Deimel angestoßen wurde, wundert er sich, dass die Opposition keine Kritik übt. Dazu muss ich sagen, dass er mich angerufen hat, um mir die Zustände zu schildern. Da vorher die notwendigen Schlägerungen von ca. 500 Eschen in einem Gemeinderatsausschuss von Stadtrat Martin Sedelmaier vorgestellt wurden, habe ich versucht, die Argumente darzustellen. Da das nicht gelang, habe ich versucht, Deimel und Sedelmaier ins Zwiegespräch zu bringen, im Vertrauen, dass Sedelmaier selbst Waldbesitzer ist und davon einiges versteht. Ich schätze seine Fachkompetenz.

Leider hat es nicht geklappt. Alleine der Besitz eines kleinen Waldes macht jedoch weder Kritiker noch Befürworter zu Experten. Auch ich habe mit einem Waldbesitzer gesprochen. Dieser ist auch beim Verschönerungsverein Stein, der den Lehrpfad betreibt, aktiv, und es gab von seiner Seite keine Kritik an den Maßnahmen. Dass eine provisorische Forststraße angelegt wird, um die ca. 500 Bäume zu fällen und zu bergen, erscheint mir logisch. Einzelne Baumstämme am Foto zu zeigen (vorwiegend mit Eichen, die leider der Forststraße weichen mussten), ist manipulativ. Man sollte sie den 500 Erlen und den zukünftig gepflanzten ca. 500 Ahorn- und anderen Bäumen gegenüberstellen. Die Sicherheit in diesem Erholungsgebiet hat Vorrang, darüber ist man sich in der Stadtpolitik zum Glück einig – genauso wie über den Wegerückbau und die Wiederaufforstung.

Mag. Wolfgang Mahrer, KLS-Gemeinderat, Egelsee

Zum Bericht „Lehrpfad zerstört?“ (NÖN 6/2019, Seite 9) bzw. passend zum Online-Artikel "Lebensgefahr! Naturlehrpfad wird zu Sperrgebiet".