Stadtmanagement: Was soll passieren?. Einen City-Manager hatten wir schon. Der bringt außer Spesen nichts. Der „City-Manager“ sollte der Bürgermeister sein. Nur ist Reinhard Resch ein „Teilzeitbürgermeister“, der nebenbei in der Medizin engagiert ist. Bürgermeister einer so großen Stadt ist genau genommen ein Fulltimejob.

Erstellt am 19. Februar 2019 (08:28)

Es ist ein Skandal, was in Krems passiert – wirklich, so heruntergekommene Fassaden wie teilweise in der Landstraße findet man sonst maximal in Seitenstraßen in Bukarest. Eine Wohlfühl-Oase für Heimische und Touristen sieht anders aus. Sogar am Steiner Tor bröckelt das Mauerwerk. Ein Weltkulturerbe? Wie auch immer, ein Schmuckkästchen sieht anders aus, aber Lethargie und Gleichgültigkeit samt Unvermögen orte ich hier vielerorts.

Die kunstbesessene Politik fackelt alles in der Museumspyramide ab – samt teuersten laufenden Kosten –, aber die restliche Stadt verfällt und zerfällt langsam. Es ist ein trauriges Siechtum mit kaputten Straßen, quasi Rumpelpisten, verfallenden Fassaden und eine Steinzeit-Gastronomie, die ebenfalls nichts in das Ambiente investiert. Das alles ist für mich sehr traurig. Aber nur weiter so bis zum bitteren Ende!

Zu den bombastisch klingenden 200.000 Nächtigungen, darf angemerkt werden, dass ein „700-Einwohner-Dorf“ wie Hallstatt sogar 1.000.000 Touristen jährlich hat.

Was kann man machen? Massiv Geld von der Kunst und Kultur abziehen und sofort in Förderungsprogramme für Häuserfassaden (Renovierungen) bereitstellen. Das zentrale Klo in der Landstraße gehört weg, dafür dorthin eine moderne Glas-Schirmbar (Seidl schau zu!) samt Live-Musik-Events. Generell muss das gesamte Stadtbild poliert, Frequenzbringer mit Förderzuckerln ins Zentrum geholt werden. Der Bürgermeister sollte alle Jahre in die Stadtteile gehen und bei Stammtischen die Sorgen der Bürger aufnehmen. Schließlich braucht es ein Tourismusmanagement, das auch seinen Namen verdient und kein „Salzamt“ ist.

Johann Unterberger, Straß