„Stellungnahme ist erschütternd“. Ich habe Josef Haslingers Buch „Mein Fall“ gelesen und er schildert ein Zeitgemälde – ich bin Jahrgang 1951 – in das ich mich sofort hineinversetzt fühlte. Beklemmend. Wut kommt auf. Ich finde es wichtig, dass Lebensgeschichten dieser Art geschrieben und veröffentlicht, dem Schweigen und Vertuschen, dem Schönreden entrissen werden.

Erstellt am 11. Februar 2020 (15:27)

Danke, dass die NÖN einen Artikel über Haslingers Buch veröffentlicht hat! Die Stellungnahme des Abtes Szypulski – wenn er es denn so gesagt hat -: „Über die Toten spricht man nur gut, oder gar nicht.“ Finde ich erschütternd! Soll man – allein schon diese autoritäre Diktion! – denn über Hitler oder Stalin (die Liste ließe sich endlos fortsetzen) jetzt gut reden? Schweigen? Eine Verhöhnung der Opfer! Nahezu typisch für die beschämende Unfähigkeit von vielen Katholischen Amtsträgern, mit entsprechenden Krisenfällen umzugehen.

Dr. Gottfried Wurst, 2013 Göllersdorf

Leserbrief zum Artikel „ Es geht nicht um Bestrafung “.