Arbeitsmarkt im Bezirk Lilienfeld ist zweigeteilt. Trotz höherer Zahl an freien Stellen im Bezirk Lilienfeld ist Zunahme bei Jobsuchenden zu verzeichnen. Junge Personen nachgefragt, ältere Generation tut sich schwer.

Von Astrid Krizanic-Fallmann. Erstellt am 14. Juli 2019 (06:29)
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Durchwachsene Bilanz für AMS-Leiterin Margareta Selch.

Im Vergleich zum Juni 2018 ist die Arbeitslosigkeit im Vormonat gestiegen. Als Jobsuchende waren 665 Personen (plus 2,5 Prozent) beim Arbeitsmarktservice (AMS) Lilienfeld vorgemerkt. „In Summe waren 830 Personen entweder arbeitslos gemeldet oder in Schulungsmaßnahmen“, informiert AMS-Geschäftsstellenleiterin Margareta Selch zur Statistik. Das sind gegenüber dem Vorjahr um acht Betroffene mehr (plus ein Prozent).

Entgegen dem sonstigen Trend in Niederösterreich zeigen sich laut Selch seit drei Monaten kontinuierlich steigende Arbeitslosenzahlen beziehungsweise kommt der Rückgang der Arbeitslosigkeit nicht bei allen an. „Das AMS Lilienfeld nützt die noch immer große Arbeitskräftenachfrage, um die jugendlichen Kundinnen und Kunden schnell auf einen Arbeitsplatz zu vermitteln“, führt Selch aus. So sei es gemeinsam mit dem Land NÖ gelungen, aufgrund der Ausbildungsgarantie die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen deutlich zu reduzieren. „Mit insgesamt 53 sind Ende Juni um sieben (oder –11,7 Prozent) weniger Personen im Alter bis 25 Jahre vorgemerkt als vor einem Jahr“, weist die AMS-Chefin hin.

Schwer tut sich hingegen die „Generation 50 plus“. In dieser Kategorie stiegen die Zahlen um zwei Prozent. „Viele schaffen trotzdem den erfolgreichen Jobeinstieg“, sagt Margareta Selch, „mit besonderen Förderungen versuchen wir gegenzusteuern, um so den Arbeitsmarkt auch für Ältere in Schwung zu halten.“ Bei den Frauen sei dies im letzten Monat mit einem Rückgang von vier Prozent neuerlich gelungen.

Weiter positiv zeigt sich indes die Situation am Stellenmarkt hierzulande. Mit 316 freien Jobangeboten steht eine Steigerung um 93 Stellenanzeigen (plus 42 Prozent) zu Buche.