Lilienfeld

Erstellt am 23. Oktober 2018, 04:29

von Markus Zauner

Neuer Anlauf für Kinderarzt. Ausschreibung mit reduzierter Mindestordinationszeit soll nun Erfolg bringen.

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Fast schon eine unendliche Geschichte: Seit 1. Jänner 2017, also beinahe zwei Jahren, ist die Kinderarzt-Kassenvertragsstelle für den Bezirk unbesetzt. Die Bemühungen der NÖ Gebietskrankenkasse (NÖGKK) zur Lösung des Dilemmas gehen allerdings weiter, bestätigt NÖGKK-Sprecherin Elisabeth Heinz auf NÖN-Anfrage: „Wir haben die Planstelle mit 15. Oktober neuerlich ausgeschrieben, diesmal mit reduzierten Mindest-Ordinationszeiten.“ Damit hoffe man, „einfacher einen Kinderarzt in Lilienfeld zu finden“.

Planstelle seit zwei Jahren vakant

Gefordert werden in der Neuausschreibung konkret zehn Stunden an zwei Tagen pro Woche — was, so Heinz, etwa einer halben Kassenstelle entspreche. „Das ist allerdings Mindest-Ordinationszeit, daher kann der Arzt oder die Ärztin das natürlich nach oben auch zu vollen Ordinationszeiten erweitern“, betont die NÖGKK-Sprecherin.

Die Hoffnung, doch noch einen Kinderarzt mit Kassenvertrag zu bekommen, will auch Lilienfelds Bürgermeister Wolfgang Labenbacher nicht aufgeben. Alle bisherigen Bemühungen seitens der Gemeinde, in Kooperationen mit dem Spital einen geeigneten Mediziner zu finden, seien allerdings im Sand verlaufen, gesteht Labenbacher.

Bezirksärztevertreter Richard Friewald hatte zuletzt die nicht üppige Bezahlung für einen Kinderarzt mit Kassenvertrag als Problem angeführt. Das würde das Risiko der Selbstständigkeit nicht aufwiegen. Und: „Die leichteren Fälle kann der Allgemeinpraktiker mitmachen, die schwierigeren landen beim Kinderarzt“, so Friewald zu einem weiteren Problem.

Kritik an mangelhafter Bezahlung wird seitens der NÖGKK mit Verweis auf das 2016 geschnürte Strukturpaket (siehe Info-Box) zurückgewiesen.

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