Lilienfeld

Update am 17. Januar 2019, 09:49

von Redaktion noen.at

Siebentägiger Schnee-Einsatz: Wehren ziehen Bilanz. Im Bezirk Lilienfeld haben die Helfer in den vergangenen Tagen über 300 Gebäude von Schnee befreit und gesichert. Zwölf Katastrophenhilfsdienst-Züge mit 671 Mitgliedern und 122 Fahrzeugen sowie zwölf Teleskopladern unterstützten die örtlichen Feuerwehren. Insgesamt leisteten rund 1.000 Helfer mehr als 12.000 Stunden, zog das Bezirkskommando Bilanz über den siebentägigen Einsatz.

Aufgrund von Stromausfällen durch auf Leitungen gestürzte Bäume wurde die Feuerwehr am 8. Jänner angefordert, um mit vier Notstromaggregaten die Versorgung in Annaberg sicherzustellen. Am 10. Jänner rückten die ersten Einsatzkräfte aus, um Gebäude von der Schneelast zu befreien. In Türnitz stürzte laut Aussendung das Dach eines Carports auf darunter geparkte Fahrzeuge.

Am Tag darauf wurden drei Katastrophenhilfsdienst-Züge aus den Bezirken St. Pölten, Melk und Tulln nach St. Aegyd, Mitterbach und Annaberg entsandt, um Dächer abzuschaufeln. "Hotspots" waren Kernhof und das Gscheid sowie Mitterbach. Am vergangenen Samstag und Sonntag rückten weitere Katastrophenhilfsdienst-Züge in den Bezirk Lilienfeld, auch in die Gemeinde Kleinzell, aus.

Probleme bereiteten Schneeverfrachtungen durch den starken Wind sowie der Schneedruck. In Türnitz wurde ein Gasthaus gesichert, auf dem der Schneerechen teilweise abgerissen war und das Dach stellenweise eindrückte. In den betroffenen Gemeinden konnten die Einsätze am Sonntag beendet werden - mit Ausnahme von Annaberg, wo die Helfer bis Mittwoch gefordert waren.

Um die Freiwilligen auf den Dächern zu sichern und den abgeschaufelten Schnee von den Straßen zu räumen, wurden Teleskoplader aufgeboten. Weiters wurden Teleskopmastbühnen und Kranfahrzeuge eingesetzt, um die Helfer auf die zum Teil sehr hohen Dächer zu bringen und zu sichern.