Hainfelder FF: Reh-Rettung und Rekord an Transporten. Waldbrandbekämpfung und Nutzwasserversorgung standen im Fokus.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 17. Januar 2020 (06:04)
Dieses Reh musste die Feuerwehr kurz vor Weihnachten 2019 aus einem Pool retten...
FF Hainfeld

Mehrere größere Waldbrände, unter anderem im eigenen Einsatzgebiet auf dem Kirchenberg, sowie das „Weihnachtswunder Reh“, das von den Florianis aus einem Swimmingpool gerettet wurde (die NÖN berichtete): Die Bandbreite der Einsätze, die die Hainfelder Florianis zu bewältigen hatten, war groß und vor allem auch herausfordernd.

Bei der Jahreshauptversammlung der städtischen Feuerwehr ließ Kommandant Anton Durst das vergangene Jahr mit seiner Mannschaft Revue passieren. Insgesamt waren 219 Einsätze zu bewältigen, davon 18 Brandeinsätze, zwei Brandsicherheits-wachen sowie 199 technische Einsätze, darunter mehrere Verkehrsunfälle.

„Diese Aufgabe ist für die Landwirtschaft oder jene Privathäuser, die nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind, von immenser Bedeutung“FF-Kommandant Anton Durst

Der Klimawandel mit der anhaltenden Trockenheit im Vorjahr zeigte sich auch in den Aufgaben der Hainfelder Feuerwehr. „Unsere Mannschaft war 2019 auch eine unverzichtbare Komponente in der lebensnotwendigen Nutzwasserversorgung, was sich in zahlreichen Wassertransporten widerspiegelte“, führt Durst aus und stellt dazu fest: „Die Anzahl dieser Wassertransporte näherte sich im Vorjahr einem neuen Rekord, an 73 Tagen wurden Wassertransporte durchgeführt.“

In der jährlichen Statistik scheinen sie jedoch nur, erklärt er, „am Rande auf, sind aber in etwa für die Landwirtschaft oder jene Privathäuser, die nicht an die öffentliche Wasserversorgung angeschlossen sind, von immenser Bedeutung“.

Das Hainfelder FF-Team legt stets großen Wert darauf, immer up to date und bestens auf Einsätze aller Art vorbereitet zu sein. Bei beachtlichen 1.048 Übungsstunden wurde Neues erprobt. Besonders möchte Anton Durst hier an die große Unterabschnittsübung erinnern, die sich dem Schwerpunkt „Technischer Einsatz“ – einem, wie die aktuelle Einsatzbilanz zeigt, immer aktuellen Thema gewidmet hat.

Der Ausblick auf 2020 sieht die Anschaffung eines Hilfeleistungsfahrzeugs, Klasse 2, mit Schwerpunkt auf Waldbrandbekämpfung sowie schwere technischen Bergungen in schwierigem Gelände vor. Dieses soll die FF-Truppe mit Jahreswechsel 2020/21 erhalten. Der aktuelle Mannschaftsstand beträgt derzeit 101 Mitglieder, davon elf bei der Jugend, 72 Aktive sowie 19 Mann in Reserve.