Traisen

Erstellt am 12. Februar 2019, 05:04

von Gila Wohlmann

Herbert Thumpser: „Die Leute rannten uns fast nieder“. Die Faschingsgilde „Trail-Lei“ feiert den 25-jährigen Bestand. Gründungsmitglied Herbert Thumpser erinnert sich zurück.

„Trai-Lei“-Obmann Rudolf Herbst, das älteste Gildenmitglied Herbert Liegle (74), die Jüngste im Team, Sarah Panzenböck (19), sowie Bürgermeister Herbert Thumpser (von links) sind derzeit im Proben-Endspurt. Restkarten für die Sitzungen gibt es am Gemeindeamt.  |  Wohlmann

Die Proben für die Traisner Faschingssitzungen am 1., 2. und 3. März (jeweils um 19.30 Uhr im Volksheim) laufen auf Hochtouren. Bürgermeister Herbert Thumpser, Mitbegründer der Faschingsgilde „Trai-Lei“, erzählt anlässlich des 25-jährigen Jubiläums, was seit der Gründung geschah.

NÖN: Wenn Sie an die allererste Sitzung denken, was ist Ihnen da in besonderer Erinnerung?
Herbert Thumpser: Das waren die letzten Tage vor der Sitzung. Wir hatten Albträume, dass keiner kommen würde und wir nur unsere Angehörigen zum Zusehen zwangsverpflichten müssten.

Ist das „Horror-Szenario“ dann eingetroffen?
Nein. Im Gegenteil. Rund 200 Leute stürmten das Volksheim und rannten uns beim Kartenverkauf fast nieder. Einer sprang über die Sessellehnen, um gleich mehrere Plätze zu belegen. Es herrschten tumultartige Zustände.

Welche Sketche sind Ihnen in besonderer Erinnerung?
Gemeinsam mit Karl Slama spielte ich die Tiervergabesendung „Wer will mich?“ nach. Karl war Edith Klinger und ich die Dame, die immer die Vergabetiere brachte. In unserem Fall waren es Traisner, die ein neues Zuhause suchten. Unvergessen ist auch der „Babysitter-Blues“, an dem Hans Berger und Knut Krems mitwirkten. Der damalige Auftritt in Windelhose des Babydarstellers sorgte für Lacher. Das legendäre „Männer-Ballett“ ist aus dem Programm nicht mehr wegzudenken.

Gab es je gröbere Pannen?
Dass jemand den Text mal vergisst, kann passieren. Wir haben keine Souffleuse, aber wir überspielen das gut. Karl Slama und ich stellten einmal „Niku-Bus“ und „Krampu-Laus“ dar. Dabei mussten wir kleine „Jägermeister“ konsumieren. Mit zunehmendem Alkoholkonsum wurde der Text schwieriger. Gemein war, als man mir heimlich in so ein „Jägermeister“-Flascherl Salz streute und ich davon „trank“. Da blieb mir echt die Sprache weg.

Auf was dürfen sich die Zuseher heuer freuen?
Wir widmen einen Teil dem Thema „Wolf-Jäger-Wald“. Auch werden wir wieder Faschingsorden vergeben.

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