Türnitz baut ein eigenes Kraftwerk. Gemeinde investiert 1,2 Millionen Euro in die Wasserkraft.

Von Markus Zauner. Erstellt am 10. September 2019 (06:02)
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Gaben sich zur Vertragsunterzeichnung anlässlich der Errichtung des Kleinwasserkraftwerkes ein Stelldichein: Vizebürgermeister Robert Nagl, Gemeinderat Karl Wagner, Gemeinderat Andreas Schubert, Geschäftsführer Karl-Heinz Wieland, Baumeister Karl Fürholzer und Bürgermeister Christian Leeb (von links).

Mit der aus der Taufe gehobenen Kleinwasserkraftwerk-GmbH Türnitz hat die Gemeinde die Weichen gestellt, energieautarker zu werden. Entstehen soll das Kraftwerk an der Traisen bei der Solstufe vis-a-vis der HLW Türnitz.

„Mit dem Kleinwasserkraftwerk wollen wir zukünftig Gemeindeeinrichtungen, wie die neue Kläranlage, mit Strom versorgen.“Ortschef Christian Leeb

Kosten lässt sich die Gemeinde das Vorhaben nach Angaben von Bürgermeister Christian Leeb rund 1,2 Millionen Euro, um Förderungen wird angesucht.

Schwaiger
Bei der Solstufe vis-a-vis der HLW Türnitz soll das Kleinwasserkraftwerk entstehen.

„Mit dem Kleinwasserkraftwerk wollen wir zukünftig Gemeindeeinrichtungen, wie die neue Kläranlage, mit Strom versorgen“, verrät der Bürgermeister. Kalkuliert wird mit einer Bauzeit von rund einem halben Jahr. In ein bis zwei Jahren rechnet der Türnitzer Ortschef damit, bereits umweltfreundlichen Strom aus dem Kleinwasserkraftwerk beziehen zu können.

Ins Boot geholt hat die Gemeinde im Zuge der Gesellschaftsneugründung mit Karl Fürholzer auch einen Experten in Sachen Kleinwasserkraftwerke. „Fürholzer ist Bauunternehmer und hat selbst schon mehrere Kleinwasserkraftwerke errichtet“, erklärt Bürgermeister Leeb. Einen dementsprechenden Vertrag mit Führholzer haben die Gemeindeverantwortlichen bereits unterzeichnet.

Wasserrechtsbescheid soll folgen

Als nächste Schritte sollen ein positiver Wasserrechtsbescheid und die nötigen Baubewilligungen erlangt werden.

Die Kleinwasserkraftwerk-GmbH Türnitz wird wiederum in die Betriebsgesellschaft Türnitz GmbH eingegliedert, in der bereits Gemeindebetriebe wie der Eibl-Jet oder das Naturschwimmbad zusammengefasst sind.