130 Hunde therapiert. Ob Zerren an der Leine, Beißen oder Stubenunreinheit: Marisa Müller weiß, wie Vierbeiner unerwünschtes Verhalten ablegen.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 15. Februar 2019 (04:32)
Müller
Marisa Müller erhielt exklusiv Fachwissen vom weltbekannten Hundespezialisten Cesar Millan.

Hund „Balu“ stammt aus der Tötungsstation. Bei seiner Besitzerin Manuela Baumann hat er ein tolles neues Zuhause gefunden, doch trotz mehrerer Hundetrainer zieht er beim Gassigehen an der Leine.

Baumann wendet sich an die Hainfelderin Marisa Müller, die beim weltbekannten Hundetrainerin Cesar Millan ihre Ausbildung gemacht hat. Müller gelingt es in Kürze, dass „Balu“ keine Anstalten mehr macht, um zu zerren.

Hundeliebhaberin Eva Gerhartl kämpfte indes, dass Hündin „Lucy“ nicht immer stubenrein war und Hundekompagnon „Jimmy“ sich an der Leine aggressiv verhielt. „Meine Hunde sind seit Marisas Besuch wie ausgewechselt“, ist die Wiesenfelderin begeistert. Doch was macht Müller? „Ich arbeite nicht mit konventionellem Training, sondern mit Hundepsychologie. Ich vermittle den Menschen, dass bei Hunden Naturgesetze gelten, die sie nicht auslöschen können“, erklärt sie. 130 Hunde hat sie bereits therapiert. Für Müller gibt es keine mehr oder weniger gefährlichen Rassen. Bisse musste sie aber schon einstecken. „Das war aber mein Fehler, denn der Hund ist nie schuld“, ist sie überzeugt. Probleme treten auf, meint sie, wenn es beim Tier zu einer Unterforderung der körperlichen und geistigen Energie kommt, dem Vierbeiner kein Schutz geboten wird und er die Verantwortung übernimmt. Am 9. und 10. März hält die Hundeexpertin im Seminarzentrum Brandtner einen Hundepsychologie- und Seelenkunde-Workshop ab.