Kaumberger Ortschef im Papamonat. Frischgebackener Vater Michael Wurmetzberger verbringt den April mit Freundin und Tochter daheim.

Von Bernhard Herzberger. Erstellt am 15. April 2021 (04:23)
Glückliche Familie: Bürgermeister Michael Wurmetzberger mit Freundin Sandra und Töchterlein Flora
Andrea Fahrafellner

Am 30. März war es so weit: Freundin Sandra brachte im Krankenhaus Lilienfeld die kleine Flora zur Welt. Michael Wurmetzberger ließ es sich nicht nehmen, bei der Geburt dabei zu sein. Seinen Job als Amtsleiter und Bürgermeister von Kaumberg hat er jetzt für einen Monat an den Nagel gehängt. Vizebürgermeister Alfred Brandtner vertritt ihn so lange.

„Es war etwas ungewohnt, weil man einiges von der Gemeinde noch im Hinterkopf hat“, sagt der glückliche Familienvater, der froh über seine Entscheidung ist: „Es ist angenehm, wenn du in der ersten Zeit nicht arbeiten gehen musst und der Mutter viel abnehmen kannst. Auch die Bindung zwischen Vater und Kind ist viel besser. Wenn jemand die Möglichkeit hat, einen Papamonat zu machen, dann soll er die unbedingt nutzen“, ist der „Bürgermeister in Karenz“ überzeugt.

Zu seinem Tagesablauf gehört es nun, den Haushalt zu schupfen: Frühstück machen, ein wenig putzen, kochen (zum Geburtstag der Freundin gab es Burger und zuletzt eine kräftigende Hühnersuppe). Das Windelwechseln gehört dazu. „Das ist für mich klar“, zollt der junge Vater allen alleinerziehenden Müttern Respekt: „Die bewundere ich. Seit ich daheim bin, gibt es immer etwas zu tun!“
„Es ist einfach ein Meilenstein im Leben, wenn du ein Kind bekommst“, sieht es Wurmetzberger als Privileg, nach der Geburt seiner Tochter einen Monat zuhause verbringen zu dürfen.