Kleinzell

Erstellt am 12. Juni 2018, 05:00

von Gila Wohlmann

Tricks mit Tickets: Onlinekauf wurde zum Fiasko. Onlinekäufe haben Tücken: Statt Erwachsenenkarten für das Fußballländerspiel erhielt Unternehmerin Bachner Kindertickets.

Natascha Bachner warnt vor Onlinekäufen über „Viagogo“.  |  zVg

„Ich bin beruflich wie privat wirklich viel im Internet, aber das ist mir noch nie passiert“, ärgert sich Unternehmerin Natascha Bachner. Sie hat über die Online-Plattform „Viagogo“ sechs Tickets für das Fußball-Freundschaftsspiel „Österreich-Brasilien“ erworben – um stolze 860 Euro. Als sie diese zugestellt bekam, erhielt sie zwar sechs Eintrittskarten, jedoch alle für Kinder und im Wert von nur 12 Euro pro Stück. Und statt am ersten Rang, waren diese nun am dritten Rang. „

Leider hatte ich schon einbezahlt“, sagt sie. Sie wandte sich an den Konsumentenschutz. „Auch hier konnte man mir nicht wirklich weiterhelfen“, sagt sie. Bei der Plattform „Viagogo“ gibt es solche Vorkommnisse öfters. „Wenn man im Google dazu nachsieht, kommt man auf entsprechende Infos. Es rät sich, bei der Suche nach solchen Plattformen den Zusatz ,Betrug‘ oder ,Abzocke‘ einzugeben“, sagt dazu IT-Ermittler Thomas Haider.

Konsumentenschutz konnte nicht weiterhelfen

„Klein ist vermerkt, dass es sich um Kinderkarten handelt“, so der Polizist. IT-Bezirksermittler Josef Wagner empfiehlt indes, in solchen Fällen zumindest die Kreditkartengesellschaft zu informieren und um Kulanz zu bitten. Bachner, die Anzeige erstattet hat, hat dies getan und einen Anwalt eingeschaltet. „Ich mache mir keine großen Hoffnungen, dass ich das Geld zurückbekomme, ich sehe dies aber als Lehrgeld, in Zukunft noch mehr das Kleingedruckte zu lesen und möchte andere warnen, bei Onlinekäufen noch vorsichtiger zu sein.“