Ruhe vor der „Nachspielzeit“. Wolfgang Wallner über die Gelassenheit beim SKN.

Von Wolfgang Wallner. Erstellt am 05. Februar 2019 (03:03)

Akzeptiere, was du nicht ändern kannst! Unter den Binsenweisheiten sicher nicht die dümmste. Und eine Haltung, die auch der SKN St. Pölten einnimmt. Denn eines scheint sicher: Auf die Schnelle ist der Transfersperre, die die FIFA gegen Fußball-Bundesligisten verhängt hat, nicht beizukommen.

Die Wölfe akzeptieren das Unabwendbare und versuchen das Beste daraus zu machen. Die Mühlen der Gerechtigkeit mahlen langsam. Jedenfalls nicht schnell genug, um den Wölfen noch Handlungsfähigkeit am Transfermarkt zu garantieren.

Damit hat sich der Überraschungsklub der Herbstrunde abgefunden. Zulechner & Co. wären durchaus interessante Spieler gewesen, angewiesen auf Transfers ist man beim SKN aber nicht. Das hilft dabei, die Gelassenheit zu bewahren.

Im Hintergrund rauchen aber wohl die Köpfe. Ein juristisches Nachspiel wird‘s geben. Zum einen wird sich der Klub die Vorwürfe seines Ex-Spielers Alhassane Keita nicht gefallen lassen. Zum anderen ist zu hinterfragen, ob die FIFA aufgrund von Keitas Aussagen den „Transferbann“ verhängen durfte. Und ob dem SKN daraus ein (einklagbarer) Schaden entstanden ist.

Das Match am grünen Tisch geht in die Nachspielzeit. Ein kühler Kopf kann da nur gut tun. Oder noch besser: Hieb- und stichfeste Argumente.