Kleine Vereine ausgebootet. Über den Zwangsabstieg der SG St. Veit/Hainfeld im Tischtennis.

Von Claus Stumpfer. Erstellt am 03. September 2019 (01:26)

Es war eine sensationelle Saison, welche die SG St. Veit/Hainfeld zuletzt in der 2. Tischtennis-Bundesliga erleben durfte. Am Ende gab es Rang acht, der in sportlicher Hinsicht klar den Klassenerhalt bedeutet hätte.

Die Halle in St. Veit war bei den Heimspielen stets gut gefüllt. Für die Gölsentaler war es etwas Besonderes, erstmals in der zweithöchsten Spielklasse am Start zu sein. Umso enttäuschter sind die Fans, von denen viele erst mit dem Aufstieg neu gewonnen wurden, dass es heuer keine Wiederholung des Sportmärchens geben wird.

Der österreichische Tischtennisverband machte mit einer neuen Nachwuchsregel die Hürde für die Teilnahme an der 2. Bundesliga größer. Für die SG St. Veit/Hainfeld war sie unüberwindbar. Dass Stockerau nachträglich zum österreichischen Staatsmeister erklärt wurde, hat viel Staub aufgewirbelt und für Kopfschütteln gesorgt. Dass der Verband mit einer Maßnahme handstreichartig Kleinvereinen die Bundesligateilnahme verweigerte, wurde aber kaum wahrgenommen.

Die Rückkehr in die DONIC-Liga bedeutet für die SG St. Veit/Hainfeld zwar, dass man heuer statt gegen den Abstieg wieder um den Titel spielt. Aber selbst wenn die eingeschworene Truppe gewinnen sollte, steht sie im nächsten Jahr vor dem selben Problem.