Lilienfeld , Atzenbrugg

Update am 11. Juni 2018, 11:16

von Gila Wohlmann und APA/Red

28-jähriger Wanderer stürzte ab. 28-Jähriger kam am Muckenkogel oberhalb des „großen Wasserfalls“ zum Liegen. Bergretter und Notarzthubschrauber eilten zu Hilfe.

Wohlmann

Im Spital endete die Wanderung für einen 28-Jährigen aus Atzenbrugg am Sonntagnachmittag.

Der junge Mann war mit einer Wandergruppe von rund zehn Personen am Muckenkogel unterwegs. Der Mann wollte mit Freunden oberhalb des Lindenbrunner Wasserfalls ein Foto machen. Als er sich dabei an ein Holzgeländer lehnte, riss laut Polizei das obere Brett aus der Verankerung. Sträucher bremsten den Absturz des Wanderers kurz vor dem Abbruch über dem Wasserfall. 

Die Gruppe war von Lilienfeld über den sogenannten Wasserfallweg, die Lilienfelderhütte und die Klosteralm auf die Hinteralm gewandert. Gegen 13.30 Uhr stiegen die Wanderer über den Wasserfallweg ab. Bei einem Aussichtspunkt auf rund 650 Metern Seehöhe stellten sich einige Mitglieder für ein Erinnerungsfoto auf, als das Unglück passierte.

Der Mann aus dem Bezirk Tulln stürzte rückwärts über felsdurchsetztes, durchschnittlich rund 70 Grad steiles Gelände etwa 30 Höhenmeter ab, ehe er sich unmittelbar vor dem Abbruch über dem rund 40 Meter hohen Lindenbrunner Wasserfall in Sträuchern verfing und liegen blieb. Seine Begleiter verständigten die Einsatzkräfte, zwei seiner Freunde stiegen zu ihm ab und sicherten ihn behelfsmäßig mit einer Reepschnur.

In der Folge erreichten sechs Mitglieder der Bergrettung Lilienfeld den Einsatzort. Die Helfer sicherten den Wanderer und übernahmen die Erstversorgung bis zum Eintreffen des Notarzthubschraubers "Christophorus 15". Der Verletzte wurde mittels Tau in Sicherheit gebracht und in das Universitätsklinikum St. Pölten geflogen. Während der Bergung war der Sessellift auf den Muckenkogel für rund 20 Minuten außer Betrieb.

Polizisten der Alpinen Einsatzgruppe Niederösterreich West übernahmen die Erhebungen vor Ort. In Bezug auf das gebrochene Geländer seien in Zusammenhang mit dem Wegeerhalter weitere Erhebungen erforderlich, teilte die Polizei am Montag in einer Aussendung mit.