Moldawier räumten Häuser leer. In Lilienfeld räumten zwei Moldawier ein Haus leer. Schmuck und Geld als Beute. Täter waren auf Kärntner Almhütte!

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 20. März 2019 (03:29)
APA (Webpic)
Symbolbild

Eine unliebsame Überraschung machte ein Lilienfelder Paar am Aschermittwoch, als es gegen 20.45 Uhr nach Hause kam. Die Wohnungstüre stand offen, bei einer Nachschau stellten die Bewohner fest, dass das Einfamilienhaus von Einbrechern heimgesucht worden war. Die Täter haben aus der vierfach verriegelten Sicherheitstüre den Schlosszylinder abgedreht und sich Zutritt verschafft.

Laden und Kastentüren waren geöffnet, sämtlicher Schmuck fehlte. Auch den Tresor entdeckten die Kriminellen. Gold- wie Silbermünzen nahmen sie ebenso mit. Die Polizei Lilienfeld nahm umgehend die Spurensicherung vor. Vorerst gab es keinen Hinweis auf die Täter.

Jetzt sind sie gefasst. Im Bezirk Spittal/Drau (Kärnten) lief eine Alarmfahndung, nachdem ein Geschäftsführer zwei Einbrecher überraschte, als diese gerade Geld aus dem Büro in Flattach entwendeten. „Als er diese ansprach, attackierten sie ihn und ergriffen mit einer größeren Limousine die Flucht“, berichtet Polizeisprecher Markus Dexl. Die Fahndung mit Hubschrauber, Cobramitgliedern, Beamten der Einsatzgruppe für Straßenkriminalität und Diensthunden in derselben Nacht verlief negativ.

„Dieser Fall zeigt, wie überörtlich solche Täter agieren“

Die Kärntner Polizei bat, auch über Facebook um Hinweise. Mit Erfolg: Aufgrund einer Wahrnehmung über verdächtige Spuren im Schnee bei Winklern machten sich Alpinpolizisten auf die Suche. Auf einer aufgebrochenen Almhütte in rund 1.500 Metern Seehöhe stießen sie auf zwei Moldawier (43 und 27 Jahre). Das Fahrzeug wurde in Rangersdorf sichergestellt. Dieses war in Belgien als gestohlen gemeldet und hatte in Deutschland entwendete Kennzeichen montiert.

Aufgrund von mitgeführtem Diebsgut kann den Männern der Coup in Lilienfeld zugeordnet werden. Derzeit werden Erhebungen zu weiteren Straftaten durchgeführt. „Dieser Fall zeigt, wie überörtlich solche Täter agieren“, meint dazu ein Lilienfelder Kriminalbeamter.