Corona bei Bäcker: Alle Schindl-Filialen zu. Bäckermeister Alfred Schindl hat bis auf weiteres geschlossen.

Von Gila Wohlmann. Update am 28. Oktober 2020 (14:55)
Bäckermeister Alfred Schindl vertreibt sich derzeit mit Sohn Luis die Zeit, da er seinen Betrieb vorübergehend sperren musste. 
 
privat

Kein Semmerl, kein Hausbrot und auch kein Striezel: Die Kunden der Bäckerei Schindl müssen sich bis auf weiteres gedulden, um wieder in den Genuss der hausgebackenen Waren zu kommen.

Alle sechs Filialen - in St. Aegyd, Türnitz, Lilienfeld, Traisen, Rohrbach, St. Georgen am Steinfelde - und die Bäckerei in Lilienfeld sind seit Dienstag geschlossen. Der Grund: Corona.

"Ein Bäcker und eine weitere Kollegin sind positiv getestet worden", bestätigt Bäckermeister Alfred Schindl. Der Kollege sei derzeit symptomfrei, die andere Mitarbeiterin zeige bislang nur leichte Symptome. Alle Bäcker und Fahrer wurden getestet. "Sie sind alle negativ", betont er.

Das Zusperren sei ein notwendiger und auch von der Behörde gewünschter Schritt gewesen. Die Gesundheit von Mitarbeitern wie Kunden sei vorrangig. Glücklich über den "Lockdown" in seinem Unternehmen ist der Bäckermeister natürlich nicht, denn: "Das ist ein umsatzmäßiger Totalausfall." Die finanziellen Folgen könne man derzeit noch gar nicht einschätzen. "Sie werden aber gewaltig sein", meint er.

Seit 1891 gibt es die Traditionsbäckerei mit Stammsitz im Bezirk Lilienfeld. "So eine Situation hat es aber noch nie gegeben", stellt der Bäckermeister fest.