Mitterbach am Erlaufsee

Erstellt am 22. Juli 2018, 04:41

von Nadja Straubinger

Bergrettungshaus wird umgebaut. Ortsstelle in Mitterbach platzte schon aus allen Nähten. Zubau soll ausreichend Platz bringen. Kosten für den Umbau werden mit 190.000 Euro geschätzt.

Die Arbeiten in Mitterbach laufen derzeit auf Hochtouren.  |  privat

Zu eng wurden die Räumlichkeiten der Bergrettung in Mitterbach und machen einen Umbau und Zubau notwendig. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren.

„Trendsportarten wie Paragleiten und Eisklettern machten Neuanschaffungen beim Material notwendig und dann wurde der Platz knapp“, betont Bergrettungsleiter Paul Größbacher. Im Winter erfolgten bereits die Arbeiten im Inneren. So wurde das Einsatzbüro vergrößert und komplett erneuert, wie auch die Sanitäranlagen. Im Frühjahr erfolgte der Abbruch der alten Garage, die nun bereits wieder neu aufgebaut wurde. „Wir brauchen Platz für zwei Einsatzfahrzeuge sowie ein Quad, das im Winter mit einer Raupe und sonst mit Rädern gefahren wird“, führt Größbacher aus. Die kleine Garage wird ein Lagerraum für die Einsatzgeräte.

So wird die neue Bergrettungsstation Mitterbach nach dem Um- und Zubau aussehen.  |  Grafik: zVg

Die Kosten werden derzeit auf rund 190.000 Euro geschätzt. Bestritten wird der Betrag mit Unterstützung der Landesleitung, der Gemeinde, den Ersparnissen der Ortsstelle und Spenden von Förderern. Und: „Wir machen vieles in Eigenleistung, um die Kosten so gering wie möglich zu halten“, so Größbacher. In der letzten Gemeinderatssitzung in Mitterbach wurde außerdem der Förderbetrag für die Bergrettungsstelle beschlossen. „Das Gebäude ist schon in die Jahre gekommen“, betont auch Bürgermeister Alfred Hinterecker. Das Team müsse sehr aktiv sein, weil es ein großes Wandergebiet zu betreuen gebe. Unterstützen wird die Gemeinde mit einem Betrag von 80.000 Euro.

Für die Bergrettung ist das Umbauprojekt eine große Sache. „Wir haben aber ein gutes Verhältnis zu den Firmen und sie kommen uns sehr entgegen“, zeigt sich Größbacher dankbar. Ein paar der Mitglieder arbeiten bei den ausführenden Firmen und bringen dementsprechendes Know-how mit, sodass vieles in Eigenleistung an den Wochenenden durchgeführt werden kann. „Ich möchte den vielen freiwilligen Helfern und Kameraden an der Ortsstelle für ihren unermüdlichen Einsatz danken“, betont der Ortsstellenleiter.

Derzeit gibt es 40 Bergretter an der Ortsstelle in Mitterbach. Regelmäßig aktiv ist etwa die Hälfte. An den Wochenenden haben zwei Bergretter Dienst. „Die Eingeteilten sind im Notfall rasch am Einsatzort. Die Alarmierung geht über SMS und oft rücken mehr aus“, weiß Größbacher. Während man im Winter mit zwei Personen auskomme, sei es im Sommer zu zweit sehr schwer. Die Dienstmannschaft rückt im Notfall aus, setzt Schritte zur weiteren Alarmierung von Einsatzkräften und leistet Erste Hilfe.