Vorwurf der Tierquälerei: Hunde im Hitze-Auto. 52-Jährige ließ Hunde im Sommer in ihrem Auto zurück. Vom Vorwurf der Tierquälerei wird sie vor Gericht freigesprochen.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 18. Januar 2019 (05:58)
Symbolbild

Aufsehen erregte im August letzten Jahres ein in Mitterbach-Seerotte in praller Sonne geparktes Auto. Zwei Hunde befanden sich darin. Mitarbeiter der Mitterbacher Liftbetriebe verständigten sofort die Exekutive.

Die Polizei war dann rasch zur Stelle, um die Tiere aus dem vermeintlich überhitzten Auto zu befreien. Wegen Tierquälerei sitzt nun die Besitzerin der Vierbeiner vor dem Strafrichter.

Schuldig dazu bekennt sich die 52-jährige Tierärztin nicht. „Wir haben die Hunde nicht lange im Auto gelassen und sie sind gewöhnt, dort zu bleiben. Davor haben sie Wasser bekommen. Die Fenster des Autos waren 20 bis 30 Zentimeter weit offen und ich habe auf einer Wiese im Schatten geparkt, aber nicht berücksichtigt, dass die Sonne wandert“, sagt die Italienerin, die regelmäßig in der Region Urlaub macht.

Dass die Hunde Qualen gelitten haben, glaubt die Angeklagte nicht. Und betont: „Hunde bedeuten mir sehr viel. Ich habe als Notärztin gearbeitet und arbeite unentgeltlich in Tierheimen in Süditalien.“

„Die Hunde sind hechelnd im Auto gesessen“, sagt ein Polizist im Prozess am Landesgericht.

Die Frage, ob die Tiere Qualen leiden mussten, bleibt ungeklärt. Der Richter spricht die Angeklagte somit frei. „Ich sehe bei der Angeklagten auch keinen bedingten Vorsatz“, begründet der Richter das nicht rechtskräftige Urteil.