Bahnhofsgebäude Lilienfeld wartet auf Verkauf

Das Bieterverfahren ist seit März beendet. Gremien haben aber seit über einem halben Jahr keine Entscheidung gefällt.

Erstellt am 20. Oktober 2021 | 04:54
440_0008_8207994_lil22li_bahnhof.jpg
Zu einem Mindestkaufpreis von 115.000 Euro wurde der Bahnhof Lilienfeld im Zuge des Bieterverfahrens angeboten.
Foto: NÖN

Ausgeschrieben war das Bahnhofsgebäude Lilienfeld mit einer Nutzfläche von etwa 367 Quadratmetern zu einem Mindestkaufpreis von 115.000 Euro. Im März bestätigten die ÖBB das Ende des Bieterverfahrens. Über ein halbes Jahr später lässt der Vertragsabschluss weiter auf sich warten. Man befinde sich noch in der Phase der gremialen Genehmigungseinholung. Ob diese heuer noch abgeschlossen werde, sei schwer abzuschätzen, heißt es von ÖBB-Seite.

Aichberger: "Sache der ÖBB"

Vizebürgermeister Manuel Aichberger bestätigt: „Der Verkauf des Bahnhofsgebäudes zieht sich jetzt schon lange, aber als Stadtgemeinde haben wir auf den Veräußerungsvorgang keinen Einfluss. Das ist Sache der ÖBB.“ Die Gemeinde habe ihre „Hausaufgaben“ jedenfalls erledigt, um einen raschen Verkauf zu ermöglichen. „In der Gemeinderatssitzung im Juni etwa hat der Gemeinderat einer notwendigen Änderung des Vertrages mit den ÖBB zur Park & Ride-Anlage zugestimmt. Mit diesem Beschluss wird dem künftigen Eigentümer das Recht des Gehens und Fahrens über die Park & Ride-Anlage zum Aufnahmegebäude Lilienfeld sowie das Leitungsrecht sämtlicher Versorgungs- und Entsorgungsleitungen über die Park & Ride-Anlage zum öffentlichen Gut eingeräumt“, präzisiert Aichberger.

Die ÖBB hätten den Zugverkehr bis Schrambach sowie den Bau eines überdachten Wartebereiches (im Falle des Bahnhofverkaufs) mehrmals zugesichert. „Ich gehe davon aus, dass die entsprechende Grundsatzvereinbarung eingehalten beziehungsweise umgesetzt wird“, betont der Vizebürgermeister.