Lilienfeld plant Erwerb von Asylquartieren. Gemeinde legt Kaufangebot für Eder-Objekte „Lolita“ und „Breitler“. Aus für Flüchtlingsunterkünfte ist das deklarierte Ziel.

Von Markus Zauner. Erstellt am 12. Juni 2019 (04:31)
NÖN
Geht es nach der Gemeindeführung um Ortschef Wolfgang Labenbacher, sollen aus der Flüchtlingsunterkunft „Lolita“ Wohnungen werden.

Die Gläubiger haben den Sanierungsplan für die in die Insolvenz geschlitterte Eder Beteiligungsverwaltungs GmbH genehmigt.

Neu in diesem Zusammenhang: Die Gemeinde werde ein Kaufangebot für drei im Besitz Eders stehende Objekte — die „Lolita“, das ehemalige Gasthaus Breitler und eine Wohnung in der Castellistraße 44 — legen, bestätigt VP-Bürgermeister Wolfgang Labenbacher der NÖN exklusiv.

Bekommt die Stadt den Zuschlag, wäre das das Aus für die bis zuletzt als Asylquartiere genutzten Liegenschaften „Lolita“ und „Breitler“, verspricht Labenbacher. Denn: „Seit fast 40 Jahren ist die ,Lolita‘ ein Asylquartier. Es hat immer Probleme gegeben. Jetzt ist die erste Möglichkeit, als Gemeinde einschreiten zu können“, betont der Ortschef.

„Seit fast 40 Jahren ist die ,Lolita‘ ein Asylquartier. Es hat immer Probleme gegeben. Jetzt ist die erste Möglichkeit, als Gemeinde einschreiten zu können“

Die Gemeinde denke zukünftig an Wohnungen in der „Lolita“, mehrere neue Nutzungsmöglichkeiten gebe es für das ehemalige Gasthaus Breitler, zumal dieses im Bauland-Kerngebiet liege, verrät Labenbacher. „Logisch“ ist für den Ortschef indes das Bemühen der Stadt um die Wohnung in der Castellistraße 44: „Diese liegt ja in einem Gemeindehaus.“ Über den angedachten Kaufpreis für die drei Eder-Objekte hält sich der Ortschef noch bedeckt.

Firmenchef Herbert Eder erklärt auf Anfrage knapp: „Offiziell liegt mir kein Kaufangebot vor.“ Sollte ein Offert einlangen, werde er es natürlich prüfen.