Zeitzeugen erzählen über Kriegswirren. Interviews über Erlebnisse rund um Zweiten Weltkrieg haben Kowall, Lahner und Wolfschwenger zu einem Film verarbeitet.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 13. März 2019 (04:18)
Wolfschwenger
Das Trio Margarete Kowall, Franz Lahner und die einstige ORF-Journalistin Traudl Wolfschwenger (von links) machen Geschichte lebendig.

Geschichte anhand von Zeitzeugen wieder lebendig werden lassen: Das war Ziel des gemeinsamen Films „Eine bewegte Zeit: Anschluss – Krieg – Wiederaufbau“, dessen Premierenaufführung naht.

Bereits vor mehr als zehn Jahren interviewte die Hainfelder Historikerin Margarete Kowall Hainfelder Bürger über ihre Erlebnisse in den Zeiten des Zweiten Weltkrieges. Hobbyfilmer Franz Lahner, ebenfalls ein Hainfelder, filmte die Gespräche mit.

Kowall und Lahner erinnerten sich im Vorjahr an die im Archiv liegenden Interviews und baten die Ramsauer Filmjournalistin Traudl Wolfschwenger um Sichtung der Interviews. „Sofort sagte ich zu und war gefesselt von den Erzählungen der Hainfelder“, schildert sie. Gemeinsam mit Lahner gestaltete Wolfschwenger in Monate langer Arbeit einen spannenden Film von fast 60 Minuten Länge mit den berührenden Aussagen der Zeitzeugen über den Zweiten Weltkrieg, die Zerstörung Hainfelds und den mühsamen Wiederaufbau.

Historikerin Kowall kommt darin ebenfalls zu Wort. Von den acht befragten Hainfelder Zeitzeugen sind bereits sieben verstorben. Die einzig noch lebende Mitwirkende, Trude Karner, hat zur Premiere im Kino Hainfeld am Mittwoch, 13. März (Beginn: 18.30 Uhr), ihr Kommen zugesagt.