„Morgen wirst du nicht mehr leben!“. Mann aus Lilienfeld drohte seiner Ehefrau mit dem Tod. Der 37-Jährige fasste eine Bewährungsstrafe aus.

Von Claudia Stöcklöcker. Erstellt am 11. September 2019 (05:05)
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Symbolbild

Via SMS drohte ein 37-Jähriger aus Lilienfeld seiner Ehefrau. „Ich werde dich mit dem Messer aufschneiden, wenn ich nach Hause komme“, schrieb er. Zu Hause packte er seine Frau am Handgelenk, drückte ihren Kopf gegen ein Kissen und sagte: „Morgen wirst du nicht mehr leben!“

Ob des Vorwurfs der gefährlichen Drohung sitzt der Angeklagte bereits zum zweiten Mal vor dem Richter. Mit einer Diversion, das Verfahren wurde auf Probezeit eingestellt, kam er beim ersten Prozess davon. Weil er 100 Euro für die Verfahrenskosten nicht bezahlt hat, wird nun wieder verhandelt.

„Ich habe doch niemanden umgebracht, warum wollen Sie mich bestrafen?“Angeklagter sieht nicht ein, dass er straffällig geworden ist

„Ich hatte damals kein Geld. Zwei Wochen später wollte ich zahlen, da habe ich dann aber den Erlagschein verloren“, erklärt der 37-Jährige. „Und dann haben Sie mir in einem Telefonat versprochen, einen neuen Erlagschein vom Gericht abzuholen. Wir sind hier nicht am Bazar“, wettert der Richter. Und sagt: „Wenn Sie heute kein Geld mithaben, ist der Zug abgefahren.“

Bares hat der Mann nicht eingesteckt. „Nächste Woche zahle ich“, sagt er. Das lässt der Richter nicht gelten: „Ich sehe aus generalpräventiven Gründen keinen Raum für eine neuerliche Diversion.“ Das letzte Wort des Angeklagten vor dem Urteil: „Ich habe doch niemanden umgebracht, warum wollen Sie mich bestrafen?“, entrüstet er sich und fasst drei Monate bedingt aus (nicht rechtskräftig).