IPA schafft 50 neue Jobs in Rohrbach. Rohrverbindungstechnikspezialist investiert sieben Millionen Euro und will die Kapazitäten verdoppeln.

Von Eva Steyrer. Erstellt am 21. April 2021 (04:32)
Bei der IPA in Rohrbach entsteht unter anderem ein dreigeschoßiges Bürogebäude (vorne).
Steyrer, Steyrer

Die Firma IPA expandiert – und das in Corona-Zeiten. „Die Produkte und die Vertriebswege für unser Pressfittingsystem sind so gut, dass wir in den nächsten fünf Jahren eine Kapazitätserhöhung um hundert Prozent anstreben“, begründet IPA-Geschäftsführer Bernhard Ogris den Ausbau.

Geplant sind eine weitere Lagerhalle und ein dreigeschoßiges Bürogebäude. Im Zuge dessen wird eine Photovoltaikanlage mit einem halben Megawatt installiert. Im Bereich der Digitalisierung sind zukunftsorientierte Neuerungen in der Produktion geplant. „Die digitale Betriebsdatenerfassung ist eine elementare Voraussetzung für mehr Effizienz in der Produktion. Alle Maschinen, die neu in unseren Betrieb kommen, sind am Netz und alle Fertigungsabläufe sind digital im System abgebildet. Die zukunftsorientierte Digitalisierung ist notwendig, um langfristig konkurrenzfähig zu bleiben“, weiß Ogris.

110 Mitarbeiter in Rohrbach beschäftigt

Baubeginn des aktuellen Firmenerweiterungsprojektes am Rohrbacher Betriebsstandort war jetzt im April. Das Investitionsvolumen liegt laut Ogris bei rund sieben Millionen Euro. „Dadurch werden wichtige Impulse für die heimische Wirtschaft gesetzt und Arbeitsplätze nicht nur gesichert, sondern mittelfristig bis zu 50 Jobs in den Bereichen Zerspanung, Montage und Verpackung neu geschaffen“, führt Ogris aus.

Seit 1999 ist die IPA Produktions- und Vertriebsgesellschaft in der HERZ-Gruppe integriert. „Mit einem Umsatz von rund sechs Millionen Euro haben wir damals relativ klein begonnen“, erinnert sich Ogris. In Rohrbach war die IPA in der früheren Kelomat-Halle untergebracht, 2007 wurde auch der Betrieb aus Kaumberg nach Rohrbach verlagert. Neben der Herstellung von Press- und Schraubenfittingen behauptet sich die IPA Rohrbach zudem im Bereich Kunststoffverarbeitung. Seit der Übernahme der Modellbauhalle Van de Bücken 2011 erzeugen 17 Spritzgussmaschinen Kunststoffteile und 40 Bearbeitungszentren Messingteile für die HERZ-Gruppe und für den Eigenbedarf.

„Die Auftragslage ist sehr gut. Aktuell sind bereits 20 Prozent vom Jahresziel erreicht“

Heute sind 110 Mitarbeiter in der Rohrbacher Betriebsstraße beschäftigt. Das Umsatzvolumen beläuft sich jährlich auf 27 Millionen Euro. „Die Auftragslage ist sehr gut. Aktuell sind bereits 20 Prozent vom Jahresziel erreicht“, freut sich Ogris über den Unternehmensaufschwung. Aufgrund der sehr guten Geschäftsentwicklung musste IPA bislang keine Kurzarbeit anmelden. „Außerdem hatten wir noch keine einzige Covid-19-Erkrankung im Betrieb. Offenbar funktioniert unser Präventionskonzept sehr gut“, lässt der Geschäftsführer wissen.

Bei der IPA werden übrigens laufend qualifizierte Mitarbeiter gesucht, speziell in den Bereichen Zerspanungstechnik und Werkzeugbau. Bewerbungen unter office@ipa-fitting.com.