Hochwasserschutz: Die Baumaschinen rollen mit 1. Juli an

Erstellt am 29. Juni 2022 | 05:36
Lesezeit: 3 Min
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Bürgermeister Wolfgang Labenbacher, Claudia Horvath (örtliche Bauaufsicht), Bauamtsleiterin Christiane Rauscher, Bauleiter der Firma Haider Siegfried Tarnawski, Bauleiterassistent Michael Zauner und Gemeindemitarbeiter Hannes Gravogl (v. l.) trafen einander zum Lokalaugenschein.
Foto: privat
Gestartet werden die Arbeiten von der Einmündung des Zögersbaches bis zur Traunfellnerbrücke. Im Traisen-Fluss darf nun bis zum 14. Oktober gebaut werden.

Die Erd- und Baumeisterarbeiten inklusive Materiallieferung zur Ertüchtigung des Hochwasserschutzes an der Traisen wurden zum Bruttobetrag von 1.653.339 Euro an die Gebrüder Haider vergeben. Inkludiert ist die Verbesserung des ökologischen Zustandes des Flusses in Schrambach und Stangental.

Es gilt auch die Ufer zu sichern

Jetzt steht der Start der Maßnahmen unmittelbar bevor. „Der erste Abschnitt von der Einmündung des Zögersbaches bis zur Traunfellnerbrücke wird von der Firma Gebrüder Haider ab 1. Juli in Angriff genommen“, bestätigt Bürgermeister Wolfgang Labenbacher.

Der Ortschef kennt die Details des Bauvorhabens: „In Schrambach wird die Gerinnesohle im Schnitt um bis zu einen Meter eingetieft. Der Fluss selbst erhält mittels Buhnen im Abstand von rund 80 Metern und durch Verlegung von Raubäumen und Wurzelstöcken, die mit Stahlseilen gesichert werden, eine Strukturierung.“

Im Bereich der Buhnen gilt es laut Labenbacher auch die Ufer zu sichern: „Die Böschungen werden rekultiviert, mit Setzlingen und Stecklingen bepflanzt.“

In Schrambach ist außerdem oberhalb der Morigrabenbrücke eine Sohlrampe aus Wasserbausteinen vorgesehen, um den entstehenden Niveauunterschied durch das Eintiefen fischpassierbar ausgestalten zu können. „Eine Zufahrtsrampe für Wartungs- und Pflegemaßnahmen wird mit Bruchsteinen im Betonbett errichtet und die gesamte Sohle mit Natursteinen im Bereich der Morigrabenbrücke gesichert“, listet der Bürgermeister weitere Maßnahmen auf.

Teils Verkehrsbehinderung und Radweg-Umleitung

Im Fluss darf bis zum 14. Oktober gebaut werden. Labenbacher weiß: „Die Trübungstage werden festgehalten, die Entschädigung für die Fischerei soll möglichst einvernehmlich gelöst werden.“

Mit fallweisen Verkehrsbehinderungen während der Arbeiten ist entlang der Schrambacher Straße und der Traisenlände zu rechnen. „Der Radweg wird temporär von der Traisenlände ab der Traunfellnerbrücke auf die Schrambacher Straße umgeleitet“, ergänzt der Ortschef. 2023 soll das Traisen-Projekt Schrambach-Stangental ab der Traunfellnerbrücke fortgesetzt werden.

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