Entlaufener Pudel „Timmy“ ist zu Hause. Neun Tage war der Pudel von Gabriele Zöchling verschollen. Pet-Trailer, Bergretter und Freiwillige suchten unermüdlich, bis Bergretter Roman Leitner im Wald ein Winseln hörte.

Von Gila Wohlmann. Erstellt am 09. Mai 2021 (19:10)

26. April bis 5. Mai: Diese Tage wird Gabriele Zöchling nicht vergessen. Permanentes Bangen, unermüdliches Suchen. Wo ist Timmy geblieben? Lebt er überhaupt noch?

Die St. Aegyderin machte am 26. April mit ihrem zweijährigen Pudel einen ausgiebigen Spaziergang über die Planner-Warte. Der Hund war an der Schleppleine. „Ich ließ die Leine nur ganz kurz los und schon war er weg. Er hatte etwas gewittert“, erinnert sie sich.

Timmy zurück zu rufen, meint sie, wäre sinnlos gewesen. „Er hatte eine Spur aufgenommen. Er arbeitete nur noch über seine Nase“, erzählt sie. Timmy war nicht mehr zu sehen. Sie suchte überall, doch vergebens.Tage der Angst und Sorge folgten. „Ich kam jeden Tag zur Entlaufstelle, suchte im dichten Gestrüpp; sogar eine Suchhundestaffel, so genannte ,Pet-Trailer‘, kamen“, schildert sie. Doch kein Lebenszeichen von „Timmy“.

Am 1. Mai gab es eine groß angelegte Suchaktion mit der Bergrettung und freiwilligen Helfern. Wieder negativ. Am 5. Mai hörte Jäger und Bergretter Roman Leitner von seinem Haus aus im Wald zufällig ein Winseln. Zöchling war selbst gerade erneut mit ihrer Tochter auf der Suche. „Ich bekam einen Anruf und machte mich sofort auf den Weg in diese Richtung“, erzählt sie. Und wirklich; sie wollte ihren Augen kaum trauen.

„Mitten im Wald saß ,Timmy‘. Er hatte sich mit seiner Leine an einem Baumstamm verhängt“, schildert Zöchling. Langsam näherte sie sich ihrem Verbeiner und konnte ihn befreien. „Timmy“ war, man mag es kaum glauben, unversehrt. „Mir ist das ein Rätsel, aber das Wichtigste ist, dass er lebt und wieder bei uns ist“, sagt sie. Eins steht für sie fest: Die Leine lässt sie in nächster Zeit nicht los; auch nicht kurz. Und sie dankt allen, die ehrenamtlich ihren "Timmy" gesucht haben.